OnPage SEO Checkliste 2026: Was Ihre Website wirklich braucht
OnPage SEO umfasst alle Optimierungen, die direkt auf Ihrer Website stattfinden. Title Tags, Überschriften, Ladezeit, Bilder, interne Links, strukturierte Daten. All das beeinflusst, wie Google Ihre Seite bewertet und wo sie in den Suchergebnissen erscheint.
Die Top-3-Ergebnisse bei Google erhalten zusammen 68,7 Prozent aller Klicks (First Page Sage, 2026). Wer auf Position 10 steht, bekommt 1,6 Prozent. Wer auf Seite 2 steht, bekommt fast nichts. Der Unterschied zwischen Position 3 und Position 10 sind oft keine großen technischen Wunder. Es sind die Grundlagen, konsequent umgesetzt.
Dieser Artikel ist eine vollständige OnPage SEO Checkliste für 2026. Kein Überblick, kein Teaser. Sondern jeder relevante Faktor, den Sie auf Ihrer Website prüfen und verbessern können. Mit konkreten Zielwerten, Erklärungen und Quellen.
Das Wichtigste in Kürze
| Thema | Key Takeaway |
|---|---|
| Title Tags | 50 bis 60 Zeichen, Keyword am Anfang, jede Seite ein eigener Titel |
| Meta Descriptions | 120 bis 155 Zeichen, Handlungsaufforderung, kein Keyword-Stuffing |
| Core Web Vitals | LCP unter 2,5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden, CLS unter 0,1 (Google) |
| Bilder | WebP-Format, Alt-Texte, Lazy Loading, maximale Breite 1920 Pixel |
| Interne Verlinkung | Jede wichtige Seite braucht mindestens 3 interne Links von anderen Seiten |
| Schema Markup | Kann die Klickrate um bis zu 30 Prozent steigern |
| Mobile First | Google indexiert seit 2023 ausschließlich die mobile Version |
Was ist OnPage SEO und warum ist es wichtig?
OnPage SEO bezeichnet alle Maßnahmen, die Sie direkt auf Ihrer Website umsetzen, um in Suchmaschinen besser gefunden zu werden. Es ist die Grundlage jeder SEO-Strategie, weil Google zuerst Ihre Seite selbst bewertet, bevor externe Faktoren wie Backlinks eine Rolle spielen.
OnPage SEO steht im Gegensatz zu OffPage SEO. OffPage umfasst alles außerhalb Ihrer Website: Backlinks, Social Signals, Branchenverzeichnisse. Beides gehört zusammen. Aber ohne sauberes OnPage SEO bringt kein Backlink der Welt nachhaltige Rankings.
Google crawlt Ihre Website regelmäßig. Dabei analysiert der Algorithmus hunderte Faktoren. Viele davon liegen auf der Seite selbst: Wie schnell lädt sie? Sind die Inhalte relevant für die Suchanfrage? Ist die Struktur logisch? Funktioniert die Seite auf dem Smartphone?
Diese Faktoren können Sie kontrollieren. Sie brauchen niemanden, der Ihnen einen Link setzt. Sie brauchen keine Werbebudgets. Sie brauchen saubere Technik und gute Inhalte. Beides liegt in Ihrer Hand.
Wer die Grundlagen der Ladezeit versteht, hat bereits die halbe Arbeit erledigt. OnPage SEO baut darauf auf.
Title Tags und Meta Descriptions richtig schreiben
Der Title Tag ist das Erste, was ein Nutzer bei Google von Ihrer Seite sieht. Er erscheint als blaue, klickbare Überschrift im Suchergebnis. Die Meta Description steht direkt darunter als grauer Beschreibungstext. Beide Elemente entscheiden, ob jemand klickt oder weiterscrollt.
Title Tags: Die Regeln
Ein guter Title Tag hat drei Eigenschaften: Er enthält das Hauptkeyword, er ist verständlich, und er hat die richtige Länge.
Länge: 50 bis 60 Zeichen. Alles darüber schneidet Google ab. Der Nutzer sieht dann „..." am Ende. Das wirkt unprofessionell und kostet Klicks.
Keyword-Position: Das wichtigste Keyword gehört an den Anfang. Google gewichtet Wörter am Anfang des Titels stärker. Statt „Unsere Leistungen im Bereich Physiotherapie in München" besser: „Physiotherapie München: Behandlungen und Termine".
Einzigartigkeit: Jede Seite braucht einen eigenen Title Tag. Doppelte Titel verwirren Google. Die Suchmaschine weiß dann nicht, welche Seite für ein bestimmtes Keyword relevant ist. Das nennt man Keyword-Kannibalisierung.
Meta Descriptions: Die Regeln
Google nutzt die Meta Description nicht direkt als Ranking-Faktor. Aber die Meta Description beeinflusst die Klickrate. Eine höhere Klickrate signalisiert Google: Diese Seite ist relevant. Indirekt wirkt sich das auf das Ranking aus.
Länge: 120 bis 155 Zeichen. Auf dem Smartphone zeigt Google weniger Zeichen an als auf dem Desktop. Schreiben Sie die wichtigste Information in die ersten 120 Zeichen.
Inhalt: Beschreiben Sie, was der Nutzer auf der Seite findet. Fügen Sie eine Handlungsaufforderung ein: „Jetzt prüfen", „Checkliste ansehen", „Termin buchen". Das erhöht die Klickrate messbar.
Kein Keyword-Stuffing: Eine Meta Description wie „SEO SEO-Agentur SEO-Beratung SEO-Optimierung" schreckt ab. Google erkennt das. Nutzer erkennen das. Schreiben Sie für Menschen, nicht für Crawler.
Überschriften-Hierarchie: H1 bis H4
Überschriften geben Ihrer Seite Struktur. Für Google. Für Screenreader. Für Nutzer, die scannen statt lesen. Eine saubere Überschriften-Hierarchie ist ein Pflichtprogramm.
H1: Einmal pro Seite
Jede Seite hat genau eine H1-Überschrift. Sie beschreibt das Hauptthema der Seite. Sie enthält das Hauptkeyword. Sie steht ganz oben im sichtbaren Bereich.
Zwei oder mehr H1-Überschriften auf einer Seite sind ein häufiger Fehler. Google kann damit umgehen, aber es ist ein Signal für schlechte Struktur. Vermeiden Sie es.
H2 bis H4: Logische Gliederung
H2-Überschriften gliedern die Hauptabschnitte. H3 gliedert Unterabschnitte innerhalb einer H2. H4 ist selten nötig, kann aber bei langen Fachartikeln helfen.
Die Reihenfolge muss logisch sein. Eine H3 gehört unter eine H2. Nicht umgekehrt. Nicht direkt unter die H1. Das klingt trivial. In der Praxis machen es über 60 Prozent aller Websites falsch (Semrush Site Audit, 2025).
Keywords in Überschriften
Verwenden Sie Keywords in Ihren Überschriften. Natürlich, nicht erzwungen. Eine H2 wie „Unsere Leistungen" sagt Google nichts. Eine H2 wie „Physiotherapie-Leistungen in München" sagt Google genau, worum es geht.
Was sind Core Web Vitals und wie optimieren Sie sie?
Core Web Vitals sind drei Messwerte von Google, die die Nutzererfahrung Ihrer Website quantifizieren: Ladegeschwindigkeit (LCP), Reaktionsfähigkeit (INP) und visuelle Stabilität (CLS). Sie sind seit 2021 ein offizieller Ranking-Faktor.
Google definiert klare Schwellenwerte (web.dev, 2024):
| Metrik | Gut | Verbesserung nötig | Schlecht |
|---|---|---|---|
| LCP (Largest Contentful Paint) | unter 2,5 s | 2,5 bis 4,0 s | über 4,0 s |
| INP (Interaction to Next Paint) | unter 200 ms | 200 bis 500 ms | über 500 ms |
| CLS (Cumulative Layout Shift) | unter 0,1 | 0,1 bis 0,25 | über 0,25 |
LCP optimieren
LCP misst, wie lange das größte sichtbare Element braucht, um zu laden. Meistens ist das ein Hero-Bild oder eine große Überschrift.
Die häufigsten Ursachen für einen schlechten LCP: zu große Bilder, langsamer Server, zu viel JavaScript, das den Seitenaufbau blockiert. Wer WordPress mit 30 Plugins betreibt, hat fast immer ein LCP-Problem. Custom Code, der nur das lädt, was die Seite tatsächlich braucht, löst dieses Problem an der Wurzel.
Wie Sie Ihre Ladezeit selbst messen, erklären wir in einem eigenen Artikel.
INP optimieren
INP misst, wie schnell Ihre Seite auf Nutzerinteraktionen reagiert. Klicks, Tippen, Tastatureingaben. Google hat INP im März 2024 als Nachfolger von FID eingeführt.
Ein schlechter INP entsteht durch JavaScript, das den Hauptthread blockiert. Slider-Bibliotheken, Tracking-Skripte, Chat-Widgets. Jedes Skript, das auf Ihrer Seite läuft, kann den INP verschlechtern. Reduzieren Sie JavaScript auf das Minimum.
CLS optimieren
CLS misst, wie stark sich das Layout Ihrer Seite während des Ladens verschiebt. Kennen Sie das: Sie wollen auf einen Button klicken, und plötzlich springt alles nach unten, weil ein Bild geladen hat? Das ist CLS.
Die Lösung: Definieren Sie feste Größen für Bilder und Videos. Laden Sie Webfonts mit font-display: swap. Reservieren Sie Platz für Werbebanner und eingebettete Inhalte, bevor sie geladen werden.
Bilder optimieren: Alt-Texte, WebP, Lazy Loading
Bilder machen auf den meisten Websites über 50 Prozent der übertragenen Datenmenge aus (HTTP Archive, 2025). Schlecht optimierte Bilder sind der häufigste Grund für langsame Ladezeiten.
Format: WebP statt JPEG und PNG
WebP liefert bei gleicher Bildqualität 25 bis 35 Prozent kleinere Dateien als JPEG (Google Developers). Jeder moderne Browser unterstützt WebP. Es gibt keinen Grund mehr, JPEG oder PNG für Fotos auf Websites zu verwenden.
Alt-Texte: Pflicht für SEO und Barrierefreiheit
Alt-Texte beschreiben den Inhalt eines Bildes. Google kann Bilder nicht sehen. Der Alt-Text ist die einzige Information, die Google über ein Bild hat. Ohne Alt-Text existiert Ihr Bild für die Suchmaschine nicht.
Gleichzeitig sind Alt-Texte für Menschen mit Sehbehinderung unverzichtbar. Screenreader lesen den Alt-Text vor. Ein fehlendes Alt-Attribut ist ein Verstoß gegen die Barrierefreiheit, und ab dem 28. Juni 2025 ist das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft.
Gute Alt-Texte sind beschreibend und kurz: „Zahnarztpraxis Empfangsbereich mit Wartezimmer" statt „Bild1" oder „image-2024-final-v2".
Lazy Loading
Lazy Loading bedeutet: Bilder werden erst geladen, wenn der Nutzer zu ihnen scrollt. Das spart Bandbreite und beschleunigt den initialen Seitenaufbau. In HTML setzen Sie einfach loading="lazy" auf das <img>-Element.
Eine Ausnahme: Das Hero-Bild ganz oben auf der Seite. Das muss sofort laden, weil es Teil des LCP ist. Hero-Bilder sollten loading="eager" oder gar kein Loading-Attribut haben.
Maximale Bildgröße
Kein Bild auf einer Website muss breiter als 1920 Pixel sein. Viele Unternehmen laden Fotos direkt aus der Kamera hoch, mit 4000 oder 6000 Pixeln Breite. Das Ergebnis: Dateien von 5 bis 15 MB. Pro Bild. Skalieren Sie jedes Bild auf maximal 1920 Pixel Breite und komprimieren Sie es.
Interne Verlinkung: So stärken Sie Ihre Seitenstruktur
Interne Links verbinden Ihre Seiten untereinander. Sie verteilen Autorität (PageRank) innerhalb Ihrer Website. Sie helfen Google, Ihre Seitenstruktur zu verstehen. Und sie führen Nutzer zu relevanten Inhalten.
Warum interne Links so wichtig sind
Google entdeckt neue Seiten durch Links. Wenn eine Seite auf Ihrer Website keine internen Links hat, findet Google sie möglicherweise nicht. Oder bewertet sie als unwichtig. Die Faustregel: Jede Seite, die ranken soll, braucht mindestens drei interne Links von anderen Seiten.
Ankertexte richtig wählen
Der Ankertext ist der klickbare Text eines Links. „Hier klicken" sagt Google nichts. „OnPage SEO Checkliste" sagt Google, worum es auf der Zielseite geht. Verwenden Sie beschreibende Ankertexte mit dem Keyword der Zielseite. Nicht immer denselben Text. Variieren Sie natürlich.
Verlinken Sie strategisch
Verlinken Sie von starken Seiten auf schwache. Ihre Startseite hat meistens die meiste Autorität. Links von der Startseite auf wichtige Unterseiten geben Autorität weiter. Das gleiche Prinzip gilt für Blogartikel mit viel Traffic: Verlinken Sie von dort auf Leistungsseiten. Wer seine Website professionell aufbauen lassen will, sollte interne Verlinkung von Anfang an mitplanen.
Schema Markup: Strukturierte Daten für Google
Schema Markup ist Code, der Google zusätzliche Informationen über Ihre Seite liefert. Nicht sichtbar für Nutzer. Aber lesbar für Suchmaschinen. Google nutzt Schema Markup, um Rich Snippets in den Suchergebnissen anzuzeigen: Sternebewertungen, FAQ-Boxen, Öffnungszeiten, Preise.
Websites mit Schema Markup erhalten bis zu 30 Prozent mehr Klicks als Ergebnisse ohne Rich Snippets (Search Engine Journal, 2024). Der Grund: Rich Snippets nehmen mehr Platz ein. Sie fallen auf. Sie liefern Zusatzinformationen, die der Nutzer direkt sehen kann, ohne zu klicken.
Welche Schema-Typen sind relevant?
Für die meisten Unternehmenswebsites sind diese Schema-Typen sinnvoll:
LocalBusiness: Name, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten. Pflicht für lokale Unternehmen.
FAQPage: Fragen und Antworten. Google zeigt diese direkt im Suchergebnis an. Ideal für Seiten mit FAQ-Abschnitten.
BreadcrumbList: Die Brotkrumen-Navigation. Hilft Google, Ihre Seitenstruktur zu verstehen und zeigt den Pfad im Suchergebnis an.
Article: Für Blogartikel und Ratgeber. Enthält Autor, Datum, Überschrift.
Service: Für Leistungsseiten. Beschreibt, was Sie anbieten, in welchem Gebiet, für welche Zielgruppe.
Wer Custom Code statt Template-Baukästen nutzt, kann Schema Markup direkt im Quellcode einbauen. Ohne Plugin. Ohne Umwege. Das ist schneller, fehlerfreier und erzeugt sauberen Code, den Google zuverlässig liest.
Schema Markup testen
Google stellt den Rich Results Test bereit. Geben Sie Ihre URL ein. Das Tool zeigt, welche strukturierten Daten erkannt wurden und ob Fehler vorliegen. Testen Sie jede Seite nach der Implementierung.
Mobile First: Warum Google die mobile Version zuerst bewertet
Google indexiert seit 2023 ausschließlich die mobile Version Ihrer Website (Google Search Central). Das bedeutet: Wenn Ihre Seite auf dem Desktop perfekt aussieht, aber auf dem Smartphone Probleme hat, bewertet Google die problematische Version.
53 Prozent der mobilen Besucher verlassen eine Seite, wenn sie länger als 3 Sekunden lädt (Google, 2018). Diese Zahl ist seit Jahren stabil, weil sich die Erwartungen der Nutzer nicht verändert haben. Schnell war schon immer besser.
Was Mobile First für Ihr OnPage SEO bedeutet
Responsive Design: Ihre Website muss sich an jede Bildschirmgröße anpassen. Kein horizontales Scrollen. Keine zu kleinen Buttons. Kein Text, der über den Bildschirmrand hinausragt.
Touchscreen-Optimierung: Buttons und Links brauchen eine Mindestgröße von 48 mal 48 Pixeln (Google). Der Abstand zwischen klickbaren Elementen muss groß genug sein, damit Nutzer nicht versehentlich das Falsche tippen.
Viewport Meta Tag: <meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1"> muss im <head> jeder Seite stehen. Ohne diesen Tag rendert der Browser Ihre Seite im Desktop-Modus auf dem Smartphone.
Kein versteckter Content: Inhalte, die auf Mobile hinter Tabs oder Akkordeons versteckt sind, wurden früher von Google abgewertet. Seit Mobile-First-Indexierung bewertet Google auch eingeklappte Inhalte vollständig. Trotzdem gilt: Zeigen Sie die wichtigsten Inhalte sofort sichtbar.
Prüfen Sie Ihre mobile Performance mit dem Website-Speed-Test. Google PageSpeed Insights zeigt die mobile Bewertung standardmäßig als erstes an.
Content-Qualität: Was Google 2026 wirklich rankt
Technik allein reicht nicht. Google bewertet seit dem Helpful Content Update (August 2022, mehrfach aktualisiert) verstärkt die inhaltliche Qualität einer Seite. Die zentrale Frage: Wurde dieser Inhalt für Menschen geschrieben oder für Suchmaschinen?
E-E-A-T: Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauenswürdigkeit
E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness. Google nutzt diese Kriterien, um die Qualität von Inhalten zu bewerten. Besonders streng bei YMYL-Themen (Your Money or Your Life): Gesundheit, Finanzen, Recht.
Für Ärzte, Anwälte und Steuerberater ist E-E-A-T kein optionaler Bonus. Es ist eine Grundvoraussetzung. Google will sehen, wer den Inhalt geschrieben hat, welche Qualifikation diese Person hat und ob die Website vertrauenswürdig ist.
Konkret bedeutet das: Autorenprofile auf der Website. Fachliche Qualifikationen sichtbar machen. Quellen angeben. Impressum und Datenschutzerklärung vollständig und aktuell halten.
Suchintention treffen
Google versteht inzwischen, was ein Nutzer mit seiner Suche erreichen will. Wer „OnPage SEO Checkliste" sucht, will eine Liste mit konkreten Maßnahmen. Kein philosophisches Essay über Suchmaschinenoptimierung.
Prüfen Sie für jedes Keyword: Was zeigt Google aktuell auf Seite 1? Sind es Ratgeberartikel? Produktseiten? Videos? Listen? Das Format der Top-Ergebnisse verrät Ihnen, welches Format Google für diese Suchanfrage bevorzugt.
Textlänge und Tiefe
Es gibt keine magische Wortanzahl. Aber Google bevorzugt Inhalte, die ein Thema vollständig abdecken. Eine Leistungsseite mit 100 Wörtern wird selten ranken. Ein Ratgeber mit 1.500 bis 3.000 Wörtern, der alle Fragen zum Thema beantwortet, hat bessere Chancen.
Entscheidend ist nicht die Länge, sondern die Vollständigkeit. Decken Sie alle relevanten Aspekte ab. Beantworten Sie die Fragen, die Nutzer zu diesem Thema haben. Verlinken Sie auf weiterführende Inhalte, wenn ein Unterthema den Rahmen sprengt.
Content regelmäßig aktualisieren
Google bevorzugt aktuelle Inhalte. Eine Seite, die seit 2021 nicht aktualisiert wurde, verliert gegenüber aktuellen Inhalten. Prüfen Sie Ihre wichtigsten Seiten mindestens einmal jährlich. Aktualisieren Sie Daten, ergänzen Sie neue Erkenntnisse, entfernen Sie veraltete Informationen.
OnPage SEO Checkliste zum Abhaken
Hier die vollständige Checkliste. Gehen Sie Punkt für Punkt durch.
Technik:
- Ladezeit unter 3 Sekunden auf Mobile
- LCP unter 2,5 Sekunden
- INP unter 200 Millisekunden
- CLS unter 0,1
- SSL-Zertifikat aktiv (HTTPS)
- XML-Sitemap vorhanden und in der Google Search Console eingereicht
- robots.txt korrekt konfiguriert
- Keine 404-Fehler auf wichtigen Seiten
- Canonical Tags auf allen Seiten
Inhalte:
- Jede Seite hat einen einzigartigen Title Tag (50 bis 60 Zeichen)
- Jede Seite hat eine einzigartige Meta Description (120 bis 155 Zeichen)
- Jede Seite hat genau eine H1
- Überschriften-Hierarchie ist logisch (H1 > H2 > H3)
- Hauptkeyword im Title Tag, in der H1 und im ersten Absatz
- Bilder im WebP-Format mit Alt-Texten
- Bilder mit Lazy Loading (außer Hero-Bild)
- Mindestens 3 interne Links pro wichtige Seite
Strukturierte Daten:
- Schema Markup implementiert (LocalBusiness, FAQPage, Article)
- Rich Results Test bestanden
- BreadcrumbList-Markup vorhanden
Mobile:
- Responsive Design auf allen Seiten
- Viewport Meta Tag vorhanden
- Buttons und Links mindestens 48 mal 48 Pixel
- Keine horizontalen Scrollbalken
Wer all diese Punkte abgearbeitet hat, kann eine professionelle Website-Analyse nutzen, um die Ergebnisse zu validieren und offene Potenziale zu identifizieren.
Fazit
OnPage SEO ist die Grundlage jeder SEO-Strategie. Title Tags, Meta Descriptions, Core Web Vitals, Bilder, interne Links und Schema Markup sind keine optionalen Extras. Sie entscheiden, ob Ihre Website auf Seite 1 erscheint oder unsichtbar bleibt. Arbeiten Sie die Checkliste durch, messen Sie die Ergebnisse mit Google PageSpeed Insights und der Search Console, und aktualisieren Sie Ihre Inhalte regelmaessig.
Häufige Fragen zu OnPage SEO
Wie lange dauert es, bis OnPage SEO wirkt?
Erste Veränderungen in den Rankings sehen Sie in der Regel nach 4 bis 8 Wochen. Google muss Ihre Seite neu crawlen und die Änderungen verarbeiten. Technische Optimierungen wie Ladezeit-Verbesserungen wirken oft schneller. Content-Änderungen brauchen länger, bis Google sie vollständig bewertet hat. Volle Ergebnisse zeigen sich nach 3 bis 6 Monaten.
Reicht OnPage SEO allein für gute Rankings?
OnPage SEO ist die Grundlage. Ohne saubere Technik, gute Inhalte und korrekte Meta-Daten werden Sie nicht ranken. Aber für stark umkämpfte Keywords brauchen Sie zusätzlich OffPage SEO: Backlinks von vertrauenswürdigen Websites, ein optimiertes Google Business Profil und Präsenz in Branchenverzeichnissen.
Welche OnPage SEO Tools sind kostenlos?
Google PageSpeed Insights für Ladezeit und Core Web Vitals. Google Search Console für Indexierung, Klickdaten und technische Fehler. Der Rich Results Test für Schema Markup. Google Lighthouse (im Chrome Browser integriert) für einen umfassenden Audit. Alle vier Tools sind kostenlos und direkt von Google.
Wie oft sollte ich OnPage SEO überprüfen?
Mindestens vierteljährlich. Nach jedem größeren Website-Update sofort. Technische Probleme wie 404-Fehler, fehlende Alt-Texte oder kaputte interne Links schleichen sich mit der Zeit ein. Die Google Search Console sendet Ihnen Benachrichtigungen bei kritischen Problemen. Richten Sie sie ein und prüfen Sie sie regelmäßig.
Bringt Schema Markup wirklich mehr Klicks?
Ja. Websites mit Rich Snippets erhalten bis zu 30 Prozent mehr Klicks als Standard-Ergebnisse (Search Engine Journal, 2024). Rich Snippets nehmen mehr Platz in den Suchergebnissen ein und liefern Zusatzinformationen wie Bewertungen, FAQs oder Öffnungszeiten. Das macht Ihr Ergebnis auffälliger und informativer.
Was ist der Unterschied zwischen OnPage und Technical SEO?
Technical SEO ist ein Teilbereich von OnPage SEO. Es umfasst die technische Infrastruktur: Ladezeit, Crawlability, SSL, Sitemap, robots.txt, Core Web Vitals. OnPage SEO ist breiter und schließt auch Inhalte, Keywords, Überschriften, Meta-Daten und interne Verlinkung ein. In der Praxis überschneiden sich beide Bereiche stark.
Quellen
- First Page Sage (2026): Google Click-Through Rates by Position. firstpagesage.com
- Google (web.dev, 2024): Core Web Vitals Thresholds. web.dev/vitals
- Google (2018): Mobile Page Speed Benchmarks. thinkwithgoogle.com
- Google Search Central (2023): Mobile-First Indexing. developers.google.com/search/docs/crawling-indexing/mobile/mobile-sites-mobile-first-indexing
- HTTP Archive (2025): State of Images. httparchive.org
- Google Developers: WebP Compression Study. developers.google.com/speed/webp
- Semrush (2025): Site Audit Data. semrush.com
- Search Engine Journal (2024): Schema Markup and CTR. searchenginejournal.com
Über den Autor

Sven Huchel
Geschäftsführer & Creative Director
Seit 2005 entwickelt Sven Websites, Brandings und digitale Strategien für Unternehmen im deutschsprachigen Raum. TÜV-zertifiziert für Verkaufspsychologie. Spezialisiert auf verkaufspsychologisch optimierte Websites für Ärzte, Anwälte und Unternehmer.
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Letzte Aktualisierung: März 2026
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