Was kostet eine Steuerberater-Website? Die belegten Marktpreise für 2026
Was kostet eine Steuerberater-Website? Die belegten Marktpreise für 2026
Die Kanzlei-Website hat 2026 zwei Aufgaben. Sie soll Mandanten überzeugen, und sie soll gegen den Fachkräftemangel arbeiten. 62,0 Prozent aller Kanzleien schreiben offene Stellen auf der eigenen Internetseite aus, mehr als über jeden anderen Kanal. Trotzdem blieben in Einzelkanzleien 59,1 Prozent der offenen Stellen unbesetzt (STAX 2024). Wer über die Kosten einer Steuerberater-Website nachdenkt, entscheidet über beides zugleich.
Im Wort Website stecken zwei verschiedene Dinge. Eine Vorlage mit dem Kanzleinamen. Oder ein Projekt aus Konzept, Struktur, Leistungsseiten je Mandantentyp, berufsrechtlicher Prüfung und Karriereseite. Der Preis unterscheidet sich nicht im Design, sondern in der Arbeitsmenge.
Zu jedem Betrag in diesem Artikel steht der Rechenweg. Die Grundlage sind veröffentlichte Stundensätze. Einmalkosten und laufende Kosten stehen getrennt. Dazu kommt der Aufwand, den § 8 StBerG erzeugt. Am Ende steht das Jahreshonorar eines Dauermandats, ausgerechnet nach der Steuerberatervergütungsverordnung. Was zu einem solchen Projekt gehört, zeigen wir auf unserer Seite Webdesign für Steuerberater. Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
| Thema | Key Takeaway |
|---|---|
| Die Spanne | 144 bis 384 Euro im Jahr für ein Baukasten-Abo, 10.800 bis 12.600 Euro für ein Projekt mit eigenen Leistungsseiten. Zu jedem Wert steht unten der Rechenweg. |
| Die Untergrenze | Der Berufsverband AGD nennt als Untergrenze für öffentliche Aufträge 105 Euro netto je Stunde und 690 Euro je Tag. 1.500 Euro sind damit gut zwei Arbeitstage. |
| Die laufenden Kosten | Der kleine Posten ist das Abo, der große die Pflege. 4 bis 24 Stunden im Jahr sind bei 90 Euro Stundensatz 360 bis 2.160 Euro. |
| Der Maßstab | Eine Einzelkanzlei setzte 2023 im Median 305.000 Euro um. 8.000 Euro für eine Steuerberater-Website sind davon 2,6 Prozent. Einmalig, für vier Jahre Nutzung. |
| Die Amortisation | Ein Dauermandat bringt nach der StBVV rund 2.500 bis 7.900 Euro Honorar im Jahr. Auf den Gewinn gerechnet tragen ein bis zwei Mandate im Jahr die Investition. |
Wie viel kostet eine professionelle Website?
Eine Steuerberater-Website kostet netto rund 1.800 bis 12.600 Euro. Hinter jedem dieser Beträge stecken Arbeitsstunden, keine Preisliste. Zwei veröffentlichte Sätze machen das nachprüfbar. Der Designer-Berufsverband AGD nennt als Untergrenze für öffentliche Aufträge 105 Euro netto je Stunde und 690 Euro je Tag. Der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap nennt für Software- und Webentwicklung 90 Euro im Median. Aus diesen beiden Sätzen sind alle Beträge in der Tabelle gerechnet.
So prüfen Sie jedes Angebot für eine Steuerberater-Website selbst. Fragen Sie nach den Stunden. Multiplizieren Sie. Weicht die Endsumme stark ab, fehlt im Angebot eine Leistung. Wer eine Steuerberater-Website erstellen lassen will, vergleicht am Ende Stunden, keine Pakete.
| Umsetzungsweg | Was Sie zahlen | Rechenweg | Quelle |
|---|---|---|---|
| Baukasten, selbst gebaut | 12 bis 32 Euro im Monat, 144 bis 384 Euro im Jahr | Listenpreise bei jährlicher Zahlung | Squarespace, abgerufen 4. September 2026 |
| Angepasste Vorlage, 20 Stunden | 1.800 bis 2.100 Euro | 20 Stunden zu 90 bis 105 Euro | AGD und freelancermap, Stunden angesetzt |
| Individuelles Projekt, 40 Stunden | 3.600 bis 4.200 Euro | 40 Stunden zu 90 bis 105 Euro | AGD und freelancermap, Stunden angesetzt |
| Projekt mit Leistungsseiten und Karriereseite, 120 Stunden | 10.800 bis 12.600 Euro | 120 Stunden zu 90 bis 105 Euro | AGD und freelancermap, Stunden angesetzt |
| Miet- oder Abomodell | monatliche Rate | Rate mal Laufzeit ergibt die Endsumme | Prinzip, keine Marktzahl |
Die Stundenzahlen sind eine Annahme. Die Stundensätze sind belegt. Setzen Sie Ihre eigenen Stunden ein, wenn Sie andere Erfahrungswerte haben.
Baukastensysteme wie Wix, Jimdo oder Squarespace staffeln ihre Tarife nach Funktionsumfang. Belegt ist hier allein Squarespace mit 12 bis 32 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung, Preisseite abgerufen am 4. September 2026. Für Wix und Jimdo liegt uns kein prüfbarer Listenpreis vor. Deshalb steht dazu keine Zahl im Artikel. Anbieter ändern ihre Tarife mehrmals im Jahr. Prüfen Sie den Stand deshalb direkt beim Anbieter, bevor Sie sich festlegen.
Rechnen Sie ein günstiges Angebot in Arbeitstage um. 1.500 Euro geteilt durch den AGD-Tagessatz von 690 Euro ergeben 2,2 Arbeitstage. Selbst an dieser Untergrenze gemessen bleiben also nur zwei bis drei Tage. Konzept, Struktur, Texte, Berufsrecht und Technik passen da nicht hinein. 8.000 Euro entsprechen dagegen 76 Arbeitsstunden zur AGD-Untergrenze und 89 Stunden zum Median. Das sind zwei bis drei Arbeitswochen.
Zur letzten Zeile der Tabelle. Ein Mietmodell nennt eine Rate, keine Endsumme. Multiplizieren Sie die Rate mit der Laufzeit, dann steht der echte Preis vor Ihnen. Klären Sie außerdem, wem die Steuerberater-Website nach Vertragsende gehört.
Wie viele Mandate muss eine Steuerberater-Website bringen, damit sie sich rechnet?
Ein laufendes GmbH-Mandat bringt nach der Steuerberatervergütungsverordnung zwischen rund 2.500 und rund 7.900 Euro Honorar im Jahr. Die Spanne entsteht durch den Gebührenrahmen, nicht durch eine Schätzung. Eine Steuerberater-Website für 8.000 Euro entspricht damit einem Mandat zur Mittelgebühr oder gut drei Mandaten zum Mindestsatz. Auf den Gewinn gerechnet sind es 2,5 bis 7,8 Mandate.
Vorher die Einordnung ohne jede Annahme. Eine Einzelkanzlei setzte 2023 im Median 305.000 Euro um. Die Kosten lagen bei 167.000 Euro, der Gewinn bei 125.000 Euro (STAX 2024, Bezugsjahr 2023). 8.000 Euro sind davon 2,6 Prozent des Umsatzes und 6,4 Prozent des Gewinns. Bei Berufsausübungsgesellschaften mit 1.265.000 Euro Medianumsatz sind es 0,63 Prozent.
Ein zweiter Vergleich braucht nur eine Division. Einzelkanzleien geben je Kopf und Jahr 5.056 Euro für Hard- und Software aus. Die komplette Steuerberater-Website kostet einmalig rund das Eineinhalbfache davon. Der Gewinn von 125.000 Euro ist ein Medianwert vor Abzug des Geschäftsführergehalts. Die 8.000 Euro stammen aus der Stundenrechnung oben. Sie sind ein Rechenbeispiel, kein Preis von uns.
Jetzt der Mandatswert. Die Honorare der Steuerberatung stehen in einer Rechtsverordnung mit Gebührentabellen. Damit lässt sich das Jahreshonorar eines Dauermandats ausrechnen statt schätzen. Als Beispielmandat setzen wir eine GmbH an. Die betriebliche Jahresleistung beträgt 500.000 Euro, die berichtigte Bilanzsumme 250.000 Euro. Steuerliches Einkommen und Gewerbeertrag liegen bei je 50.000 Euro. Die Größe dieses Mandats ist eine Annahme. Alle Gebührenrahmen und Tabellenwerte stammen aus der StBVV in der Fassung BGBl. 2025 I Nr. 105.
| Leistung | Fundstelle | Gegenstandswert und Tabellenwert | Mittelgebühr | Mindestsatz |
|---|---|---|---|---|
| Buchführung, monatlich | § 33 Abs. 1, Tabelle C | 500.000 Euro, Tabellenwert 512 Euro | 7/10, 358,40 Euro im Monat, 4.300,80 Euro im Jahr | 2/10, 102,40 Euro im Monat, 1.228,80 Euro im Jahr |
| Jahresabschluss | § 35 Abs. 1 Nr. 1a, Tabelle B | 375.000 Euro, Tabellenwert 746 Euro | 25/10, 1.865,00 Euro | 10/10, 746,00 Euro |
| Körperschaftsteuererklärung | § 24 Abs. 1 Nr. 3, Tabelle A | 50.000 Euro, Tabellenwert 1.304 Euro | 5/10, 652,00 Euro | 2/10, 260,80 Euro |
| Gewerbesteuererklärung | § 24 Abs. 1 Nr. 5, Tabelle A | 50.000 Euro, Tabellenwert 1.304 Euro | 3,5/10, 456,40 Euro | 1/10, 130,40 Euro |
| Umsatzsteuer-Jahreserklärung | § 24 Abs. 1 Nr. 8, Tabelle A | 50.000 Euro, Tabellenwert 1.304 Euro | 4,5/10, 586,80 Euro | 1/10, 130,40 Euro |
| Summe je Jahr | 7.861,00 Euro | 2.496,40 Euro |
Drei Hinweise gehören dazu. Umsatzsteuer-Voranmeldungen nach § 24 Abs. 1 Nr. 7 und die Lohnbuchführung nach § 34 fehlen in der Tabelle. Die Summe ist eher unter- als überzeichnet. Es sind Nettogebühren, keine Deckungsbeiträge. Und die Tabellenwerte sind eine Orientierungsgröße. Kanzleien können abweichend eine Vergütungsvereinbarung nach § 4 StBVV schließen.
Jetzt die Amortisation. Ab hier arbeiten wir mit zwei Annahmen. Die Nutzungsdauer von vier Jahren ist gesetzt, nicht gemessen. Die Gewinnquote von 41,0 Prozent ergibt sich aus 125.000 Euro geteilt durch 305.000 Euro.
| Maßstab | Honorar je Mandat und Jahr | Gewinnbeitrag je Mandat | Mandate bis zur Amortisation | Auf 4 Jahre Nutzungsdauer |
|---|---|---|---|---|
| Mittelgebühr | 7.861 Euro | 3.223 Euro | 2,5 Mandate | rund 0,6 Mandate im Jahr |
| Gesetzlicher Mindestsatz | 2.496 Euro | 1.024 Euro | 7,8 Mandate | rund 2,0 Mandate im Jahr |
| Umsatzbezogen, zur Einordnung | 7.861 Euro | entfällt | 1,0 Mandat | entfällt |
| Umsatzbezogen, Mindestsatz | 2.496 Euro | entfällt | 3,2 Mandate | entfällt |
Honorar ist nicht Gewinn. Die gewinnbezogene Zeile ist deshalb die ehrlichere. Grob gerechnet trägt sich eine Steuerberater-Website für 8.000 Euro mit einem bis zwei zusätzlichen Dauermandaten im Jahr. Das sind Größenordnungen, keine Zusagen.
Welche Mandate das werden, entscheidet die Steuerberater-Website mit. Eine Seite, die alle Leistungen aufzählt, spricht keine Mandantengruppe gezielt an.
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Was eine Steuerberater-Website teurer macht als eine normale Firmenseite
Vier Positionen erklären, warum eine Steuerberater-Website mehr kostet als eine normale Firmenseite. Die berufsrechtliche Prüfung der Texte nach § 8 StBerG. Ein Mandantenportal mit Anbindung an die Kanzleisoftware. Eine echte Karriereseite. Und eigene Leistungsseiten je Mandantentyp. Jede dieser Positionen ist Arbeitszeit. Jede gehört in ein seriöses Angebot.
Berufsrechtliche Prüfung nach § 8 StBerG
§ 8 Abs. 1 StBerG erlaubt den Hinweis auf eigene Dienste, „soweit über die Tätigkeit in Form und Inhalt sachlich unterrichtet wird". § 8 Abs. 2 verbietet Werbung, die auf ein Einzelmandat gerichtet ist. Jede Formulierung auf der Steuerberater-Website muss diesen Rahmen halten. Das ist eine eigene Abstimmungsrunde zwischen Kanzlei und Texter.
Brauchen Sie das? Ja, immer. Die Prüfung entfällt nicht dadurch, dass sie im Angebot fehlt.
Mandantenportal und Anbindung an die Kanzleisoftware
Wer Mandanten Belege hochladen lassen will, braucht mehr als ein Kontaktformular. Zugänge, Rechte, Verschlüsselung und die Anbindung an die eingesetzte Kanzleisoftware sind ein eigener Kostenblock. Er gehört im Angebot getrennt ausgewiesen.
Brauchen Sie das? Nur, wenn Mandanten regelmäßig Unterlagen digital übergeben sollen.
Eine Karriereseite, die diesen Namen verdient
Die eigene Internetseite ist der meistgenutzte Personalkanal der Branche. Die Zahlen dazu stehen weiter unten. Trotzdem bleibt die Karriereseite in vielen Angeboten für eine Steuerberater-Website eine Unterseite mit einer E-Mail-Adresse. Eine Seite, die Bewerber überzeugt, braucht eigene Inhalte und ein Bewerbungsformular.
Brauchen Sie das? Ja, sobald Sie in den nächsten zwei Jahren einstellen wollen.
Eigene Leistungsseiten je Mandantentyp
Eine Aufzählung aus Buchführung, Jahresabschluss und Steuererklärung beantwortet keine Suchanfrage. Wer Handwerksbetriebe, Ärzte oder GmbH-Geschäftsführer gewinnen will, braucht je Gruppe eine eigene Seite mit eigenem Text. Genau diese Seiten treiben die Stundenzahl von 40 auf 120.
Brauchen Sie das? Ja, sobald Sie eine bestimmte Mandantengruppe gezielt ansprechen wollen.
Was sollte eine Webseite pro Monat kosten?
Ein Baukasten-Abo liegt nach Listenpreis bei 12 bis 32 Euro im Monat, jährlich gezahlt. Das ist der kleinere Teil der Rechnung. Teurer wird die Pflege. Setzen Sie dafür 4 bis 24 Stunden im Jahr an. Zu 90 Euro je Stunde ergibt das 360 bis 2.160 Euro im Jahr. Umgerechnet sind das 30 bis 180 Euro im Monat.
| Posten | Kosten | Fällig | Quelle |
|---|---|---|---|
| Baukasten-Abo | 12 bis 32 Euro im Monat, 144 bis 384 Euro im Jahr | laufend | Squarespace, jährliche Zahlung, abgerufen 4. September 2026 |
| Wartung und technische Pflege | 360 bis 2.160 Euro im Jahr | laufend | 4 bis 24 Stunden zu 90 Euro, Stunden angesetzt |
| Inhaltliche Aktualisierung | Eigenzeit der Kanzlei | laufend | Rechenweg im nächsten Kapitel |
| Steuerberaterplattform, zum Vergleich | 50 Euro im Jahr je Kammermitglied | laufend | Bundessteuerberaterkammer, abgerufen 4. September 2026 |
| Miet- oder Abomodell | monatliche Rate | laufend | Rate mal Laufzeit ergibt die Endsumme |
Anbieter-Listenpreise sind eine Momentaufnahme vom 4. September 2026 und können sich ändern. Die Steuerberaterplattform steht nur als Größenvergleich in der Tabelle. Sie ist kein Kostenposten Ihrer Website.
Der Abstand zwischen 12 Euro im Monat und 2.160 Euro im Jahr ist kein Zufall. Die laufenden Kosten einer Steuerberater-Website entstehen in der Arbeitszeit. Wer im Angebot nur Abo oder Hosting sieht, hat die Pflege nicht eingekauft. Die Inhalte halten sich nicht von selbst aktuell.
Eine monatliche Rate für die Steuerberater-Website selbst hat in dieser Tabelle nichts zu suchen. Sie bezahlt keine Wartung. Sie bezahlt die Website in Scheiben.
Was der Baukasten wirklich kostet, in Kanzleistunden gerechnet
Eine selbst gebaute Steuerberater-Website kostet 40 bis 80 Stunden Eigenarbeit. Selbstständige Steuerberater in Einzelkanzleien arbeiten im Median 37,9 Stunden in der Woche. Auf 46 Arbeitswochen sind das 1.743 Stunden im Jahr. Bei 125.000 Euro Gewinn entspricht eine Arbeitsstunde rund 71,70 Euro. Die Eigenzeit kostet damit 2.868 bis 5.736 Euro.
| Schritt | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Gewinn je Einzelkanzlei 2023, Median | 125.000 Euro | STAX 2024 |
| Wochenarbeitszeit, selbstständige Steuerberater in Einzelkanzleien | 37,9 Stunden | STAX 2024 |
| Arbeitswochen im Jahr | 46 | Annahme |
| Jahresarbeitszeit | 1.743 Stunden | Rechenschritt |
| Gewinn je Arbeitsstunde | 71,70 Euro | Rechenschritt |
| Eigenaufwand für eine Baukasten-Website | 40 bis 80 Stunden | Annahme |
| Wert der Eigenzeit | 2.868 bis 5.736 Euro | Rechenschritt |
Diese Rechnung ist eine Größenordnung, keine Stundenkalkulation. Eine Kanzlei erwirtschaftet ihren Gewinn nicht allein durch die Zeit des Inhabers. STAX weist 4,5 Beschäftigte je Einzelkanzlei aus. Die Stunden und die 46 Arbeitswochen sind Annahmen. Der Kern bleibt richtig: Ihre Zeit ist die teuerste Position im Projekt.
Rechnen Sie die vier Jahre durch. Das Abo kostet über vier Jahre 576 bis 1.536 Euro. Zusammen mit der Eigenzeit von 2.868 bis 5.736 Euro liegt die Baukasten-Lösung bei 3.444 bis 7.272 Euro. Die günstige Lösung ist damit keine. Am Ende gehört die Seite dem Anbieter, nicht der Kanzlei.
Nach 40 bis 80 Stunden steht eine Steuerberater-Website, die funktioniert. Ob sie gefunden wird, ist damit nicht beantwortet.
Was die Website beim Personal wert ist
Im Fachkräftemangel verdient eine Steuerberater-Website ihr zweites Argument. Die eigene Internetseite ist der meistgenutzte Rekrutierungskanal der Branche. 62,0 Prozent der Kanzleien schreiben dort offene Stellen aus, vor Online-Stellenbörsen mit 59,7 Prozent. Trotzdem blieben in Einzelkanzleien 59,1 Prozent der offenen Stellen unbesetzt. Bei angestellten Berufsträgern waren es 70,2 Prozent. Die Zahlen stammen aus der STAX-Erhebung 2024 der Bundessteuerberaterkammer.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Stellenausschreibung auf der eigenen Internetseite | 62,0 Prozent | STAX 2024 |
| Online-Stellenbörsen | 59,7 Prozent | STAX 2024 |
| Jobcenter | 43,5 Prozent | STAX 2024 |
| Social Media | 37,4 Prozent | STAX 2024 |
| Online-Berufsnetzwerke | 33,2 Prozent | STAX 2024 |
| Nichtbesetzungsquote Einzelkanzleien | 59,1 Prozent | STAX 2024 |
| Nichtbesetzungsquote angestellte Berufsträger, Einzelkanzleien | 70,2 Prozent | STAX 2024 |
| Genutzte Online-Kanäle im Schnitt | Einzelkanzleien 1,4 von 4, Berufsausübungsgesellschaften 2,2 | STAX 2024 |
| Grund Nummer eins für unbesetzte Stellen | keine geeigneten Bewerber 57,1 Prozent, gar keine Bewerber 44,5 Prozent | STAX 2024 |
| Kanzleien, die alle Stellen besetzen konnten | Einzelkanzleien 51,8 Prozent (2018), 23,2 Prozent (2024) | STAX 2024 |
| Auszubildende zu Steuerfachangestellten, 01.01.2026 | 17.081, ein Rückgang um 1,3 Prozent | BStBK-Berufsstatistik 2025 |
Was ist eine besetzte Stelle wert? Eine belastbare Euro-Zahl je unbesetzter Stelle gibt es nicht. Belegt ist eine Größenordnung. Eine Einzelkanzlei setzte 2023 im Median 305.000 Euro um und beschäftigte im Schnitt 4,5 Personen. Das sind 67.778 Euro Umsatz je Beschäftigtem, mit dem Inhaber 55.455 Euro. Diese Rechnung verteilt den Kanzleiumsatz auf die Köpfe. Sie ist eine Größenordnung, keine Deckungsbeitragsrechnung. Die komplette Steuerberater-Website kostet einmalig rund ein Siebtel davon.
Der Druck durch den Fachkräftemangel steigt messbar. Die Berufszufriedenheit ist gesunken. Sehr zufrieden mit dem Beruf waren 2018 noch 40,5 Prozent, 2024 nur noch 20 Prozent. Einzelkanzleien nutzen im Schnitt 1,4 von vier Online-Kanälen. Der wichtigste ist die eigene Internetseite. Wer dort keine Bewerber erreicht, hat im Schnitt kaum weitere Online-Kanäle im Einsatz. Wie Sie diesen Kanal ausbauen, steht im Beitrag Mitarbeiter über die Kanzlei-Website finden.
Was in einem Angebot stehen muss, und woran Sie ein zu billiges erkennen
Ein vergleichbares Angebot für eine Steuerberater-Website beziffert den Aufwand in Stunden oder Tagen. Eine Endsumme allein reicht nicht. Konzept, Struktur, Texte, Umsetzung, berufsrechtliche Prüfung und Pflege stehen darin als eigene Positionen. Es benennt außerdem, wer die Leistungsseiten schreibt. Zwei Fragen muss es ebenfalls klären. Wem gehört die Website nach Vertragsende? Und was kostet die Pflege im Jahr?
In der Regel enthalten:
- Konzept und Seitenstruktur
- Design
- Technische Umsetzung
- Grundeinrichtung von Impressum und Datenschutzerklärung
- Übergabe und Einweisung
In der Regel nicht enthalten:
- Texte je Mandantengruppe
- Fotos von Kanzlei und Team
- Berufsrechtliche Abstimmung nach § 8 StBerG
- Karriereseite mit Bewerbungsformular
- Mandantenportal
- Laufende Pflege
- Sichtbarkeit in der Suche
Zwei Angebote lassen sich erst dann nebeneinanderlegen, wenn in beiden dieselben Positionen auftauchen. Fehlt eine davon, messen Sie eine Teilleistung an einem Komplettpreis. Wir bauen seit fast 30 Jahren Websites für regulierte Berufe. Ohne diese Umrechnung war kaum ein Angebotspaar wirklich vergleichbar. Welche Positionen bei uns dazugehören, steht bei unseren Webdesign-Leistungen.
An fünf Stellen wird ein zu billiges Angebot für eine Steuerberater-Website erkennbar:
- Der Preis lässt sich nicht in Arbeitstage umrechnen. Halten Sie ihn gegen den AGD-Tagessatz von 690 Euro. Bei 1.500 Euro bleiben 2,2 Tage übrig.
- Texte sind „vom Mandanten zu liefern". Dann zahlen Sie die Texte mit Ihrer eigenen Zeit. Der Rechenweg steht oben: 71,70 Euro je Arbeitsstunde.
- Das Berufsrecht kommt im Angebot nicht vor. § 8 StBerG gilt trotzdem. Fehlt die Prüfung im Angebot, tragen Sie das Risiko allein.
- Alle Leistungen stehen auf einer Seite. Eine Aufzählung beantwortet keine Suchanfrage und spricht keine Mandantengruppe an.
- Der Preis ist nur eine Monatsrate. Fragen Sie nach der Laufzeit und rechnen Sie die Gesamtsumme aus. Klären Sie dabei, wem die Website nach Vertragsende gehört.
Ein sechster Punkt fehlt fast immer: die Karriereseite. Eine Steuerberater-Website ohne Karriereseite lässt den meistgenutzten Personalkanal leer. Diese Punkte sind kein Urteil über eine Agentur, sondern ein Werkzeug für den Vergleich.
Fazit: So legen Sie Ihr Budget fest
Die Spanne von 1.800 bis 12.600 Euro für eine Steuerberater-Website ist real. Sie entsteht durch die Menge an Arbeit, nicht durch das Design. Zu jedem Betrag oben finden Sie den Rechenweg und die Quelle mit Abrufdatum.
Übersetzen Sie jedes Angebot in Arbeitstage. Zum AGD-Tagessatz von 690 Euro bezahlen 1.500 Euro gut zwei davon. Für Konzept, Texte und die berufsrechtliche Prüfung bleibt darin nichts übrig.
Der Maßstab ist nicht der Preis, sondern die eigene Kanzlei. 8.000 Euro sind 2,6 Prozent des Medianumsatzes einer Einzelkanzlei.
Ein Dauermandat trägt nach der StBVV rund 2.500 bis 7.900 Euro Honorar im Jahr. Auf den Gewinn und auf vier Jahre gerechnet reichen ein bis zwei zusätzliche Mandate im Jahr.
Rechnen Sie den zweiten Zweck mit. 62,0 Prozent der Kanzleien suchen im Fachkräftemangel über die eigene Internetseite nach Personal. Eine Steuerberater-Website arbeitet damit für zwei Ziele. Sie gewinnt Mandate, und sie gewinnt Mitarbeiter.
Was zu einem solchen Projekt gehört, zeigen unsere Websites für Steuerkanzleien. Wenn Sie Ihr Budget gemeinsam durchrechnen wollen, nehmen Sie Kontakt auf.
Häufig gestellte Fragen zu den Kosten einer Steuerberater-Website
Wie viel kostet eine professionelle Website?
Aus veröffentlichten Stundensätzen gerechnet: eine angepasste Vorlage liegt bei 1.800 bis 2.100 Euro. Ein individuelles Projekt kostet 3.600 bis 4.200 Euro. Mit eigenen Leistungsseiten und Karriereseite sind es 10.800 bis 12.600 Euro. Die Grundlage bilden 90 bis 105 Euro je Stunde.
Was sollte eine Webseite pro Monat kosten?
Ein Baukasten-Abo liegt bei 12 bis 32 Euro im Monat, jährlich gezahlt, Stand 4. September 2026. Schwerer wiegt die Pflege. 4 bis 24 Stunden im Jahr ergeben zu 90 Euro je Stunde 30 bis 180 Euro im Monat.
Warum ist die Preisspanne so groß?
Weil hinter dem Wort zwei unterschiedlich große Aufträge stecken. Der eine liefert eine Vorlage mit dem Kanzleinamen. Der andere umfasst Konzept, Struktur, Leistungsseiten je Mandantentyp, die Prüfung nach § 8 StBerG, eine Karriereseite und die Technik. Der Unterschied ist Arbeitszeit.
Wie viele Mandate muss eine Steuerberater-Website bringen, damit sie sich rechnet?
Ein Dauermandat bringt nach der StBVV rund 2.500 bis 7.900 Euro Honorar im Jahr. Auf den Gewinn gerechnet sind 8.000 Euro 2,5 bis 7,8 Mandate. Verteilt auf vier Jahre Nutzungsdauer sind das ein bis zwei Mandate im Jahr.
Baukasten oder Agentur, was ist für eine Kanzlei günstiger?
Der Baukasten spart Honorar und verbraucht 40 bis 80 Stunden Ihrer Arbeitszeit (angesetzt). Im Gewinn einer Einzelkanzlei entspricht das 2.868 bis 5.736 Euro. Ein echter Vorteil bleibt nur, wenn Ihre eigene Zeit nichts kostet.
Was kostet die Website beim Personal, wenn sie fehlt?
Eine belegte Euro-Zahl dafür gibt es nicht. Belegt sind zwei andere Werte. 62,0 Prozent der Kanzleien schreiben Stellen auf der eigenen Internetseite aus. In Einzelkanzleien blieben 59,1 Prozent der offenen Stellen unbesetzt.
Was kostet ein Relaunch der bestehenden Steuerberater-Website?
Die Treiber bleiben die gleichen: Struktur, Inhalte, Berufsrecht, Sichtbarkeit. Texte, die Sie übernehmen können, senken den Aufwand. Technik und Seitenstruktur entstehen meist neu. Den Weg dahin beschreibt unsere Checkliste für den Website-Relaunch.
Quellen
- BStBK und IfD Allensbach, STAX 2024, Auswertungsbericht der Steuerberaterkammer Nürnberg, Bezugsjahr 2023: stbk-nuernberg.de
- BStBK, STAX 2024 Sonderauswertungen Digitalisierung und Fachkräftemangel, DStR-Beihefter zu Heft 4/2025 vom 25.01.2025: bstbk.de
- BStBK, Berufsstatistik 2025, Stand April 2026: bstbk.de
- § 8 StBerG, Werbung: gesetze-im-internet.de
- StBVV, Anlagen 1 bis 3 (Tabellen A, B und C), Fassung BGBl. 2025 I Nr. 105: gesetze-im-internet.de
- StBVV, §§ 24, 33 und 35: gesetze-im-internet.de
- AGD Allianz Deutscher Designer, Honoraruntergrenzen, Beitrag vom 28.03.2024: agd.de
- freelancermap, Freelancer-Kompass 2026, Stundensätze IT-Freelancer, Artikel vom 02.07.2026: freelancermap.de
- Squarespace, Preise, abgerufen am 04.09.2026, Listenpreise können sich seitdem geändert haben: squarespace.com
- Bundessteuerberaterkammer, Themenseite Steuerberaterplattform, abgerufen am 04.09.2026: bstbk.de
Letzte Aktualisierung: September 2026

Sven Huchel
Geschäftsführer & Creative Director
Seit 2005 entwickelt Sven Websites, Brandings und digitale Strategien für Unternehmen im deutschsprachigen Raum. TÜV-zertifiziert für Verkaufspsychologie. Spezialisiert auf verkaufspsychologisch optimierte Websites für Ärzte, Anwälte und Unternehmer.


