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Was kostet eine Makler-Website? Belegte Marktpreise für Immobilienmakler 2026

· 13 Min. Lesezeit

Was kostet eine Makler-Website? Belegte Marktpreise für Immobilienmakler 2026

Sie holen drei Angebote ein und bekommen drei verschiedene Antworten darauf, was eine Makler-Website kostet. Die genannten Kosten liegen weit auseinander. Das günstigste Angebot bewegt sich im niedrigen vierstelligen Bereich, das teuerste beim Mehrfachen. Die Leistungslisten darin lesen sich fast identisch.

Der Grund liegt im Wort Website. Dahinter stecken zwei verschiedene Dinge. Eine Vorlage mit Ihrem Firmennamen. Oder ein Projekt aus Konzept, Struktur, Texten, Objektanbindung, Rechtstexten und Umsetzung. Der Unterschied ist nicht das Design. Der Unterschied ist die Arbeitsmenge.

Jede Zahl in diesem Artikel hat eine Quelle. Er rechnet die Kosten einer Immobilienmakler-Website aus veröffentlichten Stundensätzen nach. Er trennt die Einmalkosten von den Folgekosten. Und er stellt der Investition die Zahl gegenüber, die für einen Immobilienmakler zählt: die Provision aus einem Alleinauftrag. Für Hausverwaltungen rechnen wir dasselbe mit der Verwaltervergütung je Einheit. Die Grundlagen stehen auf unserer Seite Webdesign für Immobilienmakler und Hausverwaltungen. Stand: September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

ThemaKey Takeaway
Die SpanneDie Kosten einer Makler-Website reichen vom Baukasten-Abo für 12 bis 32 Euro im Monat bis zum umfangreichen Projekt für 10.800 bis 12.600 Euro. Jede Zahl unten mit Rechenweg.
Die UntergrenzeDer Designer-Berufsverband AGD nennt als Untergrenze für öffentliche Aufträge 105 Euro netto je Stunde und 690 Euro je Tag. Ein Angebot über 1.500 Euro bezahlt gut zwei Arbeitstage für das ganze Projekt.
Die laufenden KostenEinmalig ist nur der Bau. Hosting mit Domain kostet laufend 5 bis 28 Euro im Monat (IONOS, STRATO). Wartung rechnen Sie als Stunden mal Stundensatz.
Der Maßstab MaklerEin durchschnittlicher vermittelter Kauf der IVD-Makler hat rund 235.000 Euro Volumen. Daraus werden rund 11.700 bis 14.100 Euro Provision netto.
Der Maßstab HausverwaltungDie WEG-Verwaltervergütung lag 2025 bei 29,12 Euro je Einheit und Monat (VDIV). Ein Mandat mit 20 Einheiten trägt über drei Jahre rund 21.000 Euro.

Was kostet eine Makler-Website 2026?

Eine Makler-Website kostet je nach Weg sehr unterschiedlich. Ein Baukasten-Abo liegt bei 12 bis 32 Euro im Monat. Ein umfangreiches Projekt liegt bei 10.800 bis 12.600 Euro netto. Die Spanne erklärt sich über die Arbeitsmenge. Der Designer-Berufsverband AGD nennt als Untergrenze für öffentliche Aufträge 105 Euro netto je Stunde und 690 Euro je Tag. Der Freelancer-Kompass 2026 nennt 90 Euro für Software- und Webentwicklung. Alles darüber ist Rechnen.

Zwei veröffentlichte Stundensätze machen jedes Angebot für eine Makler-Website vergleichbar. Jede Zeile der folgenden Tabelle ist daraus gerechnet.

UmsetzungswegKostenRechenwegQuelle
Baukasten in Eigenregie12 bis 32 Euro im Monat bei jährlicher ZahlungListenpreise der Tarife, dazu 40 bis 80 Stunden Eigenarbeit (angesetzt)Squarespace, Preisseite abgerufen am 04.09.2026
Eigenes Hosting mit Domain5 bis 28 Euro im MonatReguläre Monatspreise der Pakete, inklusive Mehrwertsteuer, bei IONOS plus 10 Euro EinrichtungIONOS und STRATO, abgerufen 04.09.2026
Vorlage beim Dienstleister, 20 Stunden1.800 bis 2.100 Euro netto20 Stunden mal 90 Euro bis 20 Stunden mal 105 Eurofreelancermap, AGD, Stundenzahl angesetzt
Individuelles Projekt, 40 Stunden3.600 bis 4.200 Euro netto40 Stunden mal 90 bis 105 Eurofreelancermap, AGD, Stundenzahl angesetzt
Umfangreiches Projekt mit Objektanbindung, 120 Stunden10.800 bis 12.600 Euro netto120 Stunden mal 90 bis 105 Eurofreelancermap, AGD, Stundenzahl angesetzt

Die Baukastenpreise sind Listenpreise vom 4. September 2026. Anbieter ändern ihre Tarife regelmäßig. Prüfen Sie den aktuellen Stand direkt beim Anbieter.

Was eine Makler-Website kostet, hergeleitet aus Stundensätzen Skala 0 bis 13.000 Euro netto. Baukasten: Listenpreis im ersten Jahr. Baukasten-Abo, erstes Jahr 144 bis 384 Euro Vorlage beim Dienstleister, 20 Stunden 1.800 bis 2.100 Euro Individuelles Projekt, 40 Stunden 3.600 bis 4.200 Euro Umfangreiches Projekt, 120 Stunden 10.800 bis 12.600 Euro Quellen: AGD, freelancermap, Squarespace. Stunden angesetzt. Stand 09/2026. AI

Die Stundenzahlen sind eine Annahme, die Stundensätze sind belegt. Angesetzt sind 20, 40 und 120 Stunden. Setzen Sie Ihre eigenen Erfahrungswerte ein. Der Rechenweg bleibt derselbe.

Der Baukasten sieht am günstigsten aus. Dazu kommen 40 bis 80 Stunden Ihrer eigenen Zeit. Diese Stundenzahl ist angesetzt und nicht belegt. Und er bringt keine Anbindung an Ihre Maklersoftware mit. Objekte pflegen Sie dann dauerhaft zweimal.

Was in 8.000 Euro steckt, in Arbeitstagen gerechnet

Rechnen Sie jedes Angebot in Arbeitszeit um. Der Designer-Berufsverband AGD nennt für öffentliche Aufträge eine Honoraruntergrenze von 690 Euro netto je Tag. Eine Makler-Website für 8.000 Euro entspricht damit rund zwölf Arbeitstagen. Selbst an dieser Untergrenze gemessen bezahlt ein Angebot über 1.500 Euro nur gut zwei Arbeitstage für das gesamte Projekt.

RechenschrittWertQuelle
Beispielhafte Investition8.000 Euro nettoBeispiel aus der Tabelle oben
AGD-Tagessatz, Honoraruntergrenze690 Euro nettoAGD
8.000 Euro geteilt durch 690 Euro= rund 11,6 ArbeitstageRechenschritt
AGD-Mindeststundensatz105 Euro nettoAGD
8.000 Euro geteilt durch 105 Euro= 76 StundenRechenschritt
Software- und Webentwicklung, Median90 Euro je Stundefreelancermap 2026
8.000 Euro geteilt durch 90 Euro= 89 StundenRechenschritt
Gegenprobe: 1.500 Euro geteilt durch 690 Euro= 2,2 ArbeitstageRechenschritt

Der zweite Stundensatz kommt vom Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap. Für Software- und Webentwicklung liegt der Median dort bei 90 Euro je Stunde.

Daraus folgt die schärfste Aussage dieses Artikels. Zwei Arbeitstage reichen nicht für Konzept, Struktur, Texte, Objektanbindung und Rechtstexte einer Makler-Website. Unterhalb dieser Grenze kaufen Sie keine individuelle Arbeit. Sie kaufen eine Vorlage mit Ihrem Firmennamen darauf.

Ein Detail übersehen viele. Die AGD zählt Nutzungsrechte, Recherche, Korrekturphasen und Testing als zusätzlich zu vergütende Leistungen. Wer sie im Angebot nicht findet, findet sie später in der Rechnung.

Was macht eine Makler-Website teurer als eine normale Firmenseite?

Vier Positionen erklären den größten Teil des Unterschieds zwischen einer Immobilienmakler-Website und einer gewöhnlichen Firmenseite. Die Anbindung der Objekte aus der Maklersoftware. Eigene Seiten für Eigentümer statt für Suchende. Werkzeuge wie ein Bewertungsformular. Und die Angaben rund um die Provision. Jede Position ist Arbeitszeit. Zwei weitere kommen in der Tabelle dazu.

KostentreiberWas dahinterstecktWarum es Zeit kostetBrauchen Sie das?
Objektanbindung an die MaklersoftwareObjekte laufen aus der Maklersoftware in die Website. Ein verbreitetes Austauschformat ist OpenImmo.Schnittstelle einrichten, Felder zuordnen, Bilder und Exposés testen, Fehlerfälle abfangen.Ja, sobald Sie mehr als eine Handvoll Objekte führen.
Eigentümer-LandingpagesEigene Seiten für Verkäufer und Vermieter, nicht für Suchende.Eigene Texte, eigene Struktur, eigene Formulare. Das ist Konzeptarbeit, kein Design.Ja, wenn Sie Alleinaufträge wollen.
BewertungsformularEin Formular, über das Eigentümer eine erste Einschätzung anfragen.Formular, Datenschutz, Weiterleitung, Nachfassprozess.Nur, wenn Sie den Rückruf auch leisten.
Rechtstexte und ProvisionsangabenAngaben zur Provision am Objekt, dazu Impressum, Datenschutz und Widerruf.Die Angaben laufen auf jeder Objektseite mit, nicht nur im Impressum.Klären Sie den Umfang mit Ihrer Rechtsberatung.
Barrierefreiheit nach BFSGKontraste, Tastaturbedienung, saubere Beschriftungen.Nachrüsten kostet mehr als von Anfang an mitbauen.Ja, wenn Sie in den Anwendungsbereich fallen.
Ladezeit bei vielen ObjektenObjektlisten mit vielen Bildern sind die schwerste Seite im Projekt.Bildgrößen, Nachladen, Messen.Ja, sobald die Liste wächst.

Der Rechtsteil verdient einen eigenen Blick. Seit dem 23. Dezember 2020 gelten § 656c und § 656d BGB für Wohnungen und Einfamilienhäuser. Diese Provisionsteilung greift bei Doppeltätigkeit. Der Makler darf sich von beiden Kaufvertragsparteien nur Lohn in gleicher Höhe versprechen lassen. Bei einseitigem Auftrag darf die andere Seite höchstens in gleicher Höhe belastet werden. Die Forderung wird erst fällig, wenn der Auftraggeber seine Zahlung nachgewiesen hat. Die Höhe der Provision bleibt frei verhandelbar. Für Gewerbeimmobilien und unbebaute Grundstücke gelten die Regeln nicht.

Zu zwei Kostentreibern haben wir eigene Beiträge. Zur Barrierefreiheit lesen Sie, wann eine barrierefreie Website als Pflicht gilt. Zur Technik hinter langen Objektlisten hilft der Beitrag, wenn die Website langsam lädt.

Zu Maklersoftware-Lizenzen, Bewertungstools und OpenImmo-Schnittstellen gibt es keinen öffentlichen Marktpreis. Deshalb nennen wir dafür keine Zahl. Lassen Sie sich diese Positionen einzeln ausweisen.

Was kostet eine Makler-Website im Monat?

Die laufenden Kosten einer Makler-Website beginnen beim Hosting mit Domain. Das kostet 5 bis 28 Euro im Monat, je nach Paket und Anbieter. Ein Baukasten-Abo liegt bei 12 bis 32 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung. Die Wartung rechnen Sie als Stunden mal Stundensatz. Die Kosten Ihrer Portalinserate sind dagegen nicht kalkulierbar.

PostenKostenFälligQuelle
Webhosting mit Domain6, 11, 16 oder 28 Euro im Monat, plus 10 Euro EinrichtunglaufendIONOS, abgerufen 04.09.2026
Webhosting mit Domain, zweiter Anbieter5, 9, 12 oder 22 Euro im Monat bei 12 Monaten LaufzeitlaufendSTRATO, abgerufen 04.09.2026
Baukasten-Abo statt Hosting12 bis 32 Euro im Monat bei jährlicher ZahlunglaufendSquarespace, abgerufen 04.09.2026
Wartung und Pflege4 bis 24 Stunden im Jahr (angesetzt). Bei 90 bis 105 Euro sind das 360 bis 2.520 Euro im JahrlaufendStunden als Annahme, Sätze von freelancermap und AGD
Objektpflege und Schnittstellekeine belegbare Marktzahllaufendals eigene Position im Angebot ausweisen lassen
Portalinseratekein öffentlicher PreislaufendImmoScout24, Verbraucherinformationen, abgerufen 04.09.2026

ImmoScout24 nennt für gewerbliche Inserate und Makler-Mitgliedschaften keine öffentlichen Preise. In den Verbraucherinformationen steht, dass die Preise von Rubrik und Laufzeit abhängen. Angezeigt werden sie erst im Buchungsdialog. Öffentlich genannt sind dort nur Festpreise für Immobilienbewertungen, 9,95 und 44,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Die Kosten Ihres wichtigsten Vertriebskanals können Sie vorher nicht berechnen. Die Kosten Ihrer eigenen Makler-Website können Sie es.

Eine monatliche Rate für die Makler-Website selbst gehört nicht in diese Tabelle. Sie ist keine laufende Position, sondern ein einmaliger Kaufpreis auf Raten. Fragen Sie nach der Laufzeit. Multiplizieren Sie. Und fragen Sie, wem die Website danach gehört.

Wie viele Alleinaufträge muss eine Makler-Website bringen, damit sie sich rechnet?

Die IVD-Makler begleiten pro Jahr über 405.000 Vermittlungen mit knapp 95 Milliarden Euro Volumen. Das sind rund 235.000 Euro je Vermittlung. Bei 5,95 bis 7,14 Prozent Gesamtprovision bleiben rund 11.700 bis 14.100 Euro netto. Eine Makler-Website für 8.000 Euro kostet damit rund zwei Drittel einer einzigen Provision.

RechenschrittWertQuelle
Transaktionsvolumen der IVD-Makler je Jahr95 Milliarden EuroIVD
Vermittlungen je Jahrüber 405.000IVD
95 Milliarden geteilt durch 405.000= rund 234.568 Euro je VermittlungRechenschritt
Gegenprobe: Durchschnittspreis gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser 20252.420 Euro je QuadratmeterAK OGA über Haufe
Gegenprobe: durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung94,0 QuadratmeterDestatis, Juli 2026
2.420 Euro mal 94,0= rund 227.480 EuroRechenschritt, konservativ
Gesamtprovision, unterer regionaler Satz5,95 Prozent inkl. USt.Verbraucherzentrale, Stand 27.07.2026
Gesamtprovision, oberer regionaler Satz7,14 Prozent inkl. USt.Verbraucherzentrale
234.568 Euro mal 5,95 bis 7,14 Prozent= 13.957 bis 16.748 Euro bruttoRechenschritt
Netto ohne 19 Prozent Umsatzsteuer= 11.729 bis 14.074 EuroRechenschritt
8.000 Euro geteilt durch 11.729 Euro= 0,68, also rund zwei DrittelRechenschritt
Bei vier Jahren Nutzungsdauer (angesetzt): 2.000 Euro im Jahr geteilt durch 11.729 Euro= rund 17 Prozent einer ProvisionRechenschritt

Drei Einschränkungen gehören dazu. Die Gegenprobe über 94,0 Quadratmeter ist der Durchschnitt aller Wohnungen. Einfamilienhäuser sind größer. Dieser Weg ist deshalb ein konservativer Näherungswert, kein Hauspreis. Die vier Jahre Nutzungsdauer sind eine Annahme, keine Quelle. Und die Provisionshöhe ist frei verhandelbar, die 5,95 bis 7,14 Prozent sind regional übliche Sätze.

Bemerkenswert ist die Nähe der beiden Wege. Verbandsstatistik und amtliche Statistik landen unabhängig voneinander bei 227.000 bis 235.000 Euro. Das macht die Größenordnung belastbar.

Website-Investition im Verhältnis zu einem Alleinauftrag 11.729 € Provision netto je Alleinauftrag ÷ 8.000 € Website-Investition = 68 % einer Provision 2.000 € je Jahr bei vier Jahren Nutzungsdauer ÷ 11.729 € = 17 % Quellen: IVD, Verbraucherzentrale. Nutzungsdauer und Investition angesetzt. AI

Warum das der volle Auftragswert ist und nicht die Hälfte, steht im Gesetz. Bei Doppeltätigkeit verpflichten sich nach § 656c BGB beide Kaufvertragsparteien in gleicher Höhe. Die genannten 5,95 bis 7,14 Prozent sind die Gesamtprovision aus beiden Hälften. Beim Makler kommt sie in voller Höhe an. Bei einseitigem Auftrag nach § 656d BGB gilt dieselbe Deckelung für die andere Seite.

Jetzt der ehrliche Teil. Eine Makler-Website gewinnt keine Suchenden vom Portal zurück. Bitkom hat im Oktober 2025 gemessen, wie Menschen eine Wohnung suchen. 87 Prozent nutzen digitale Kanäle. 81 Prozent gehen über Online-Portale. Nur 19 Prozent über Webseiten von Wohnungsunternehmen. Newsletter von Maklerinnen und Maklern nutzen 10 Prozent, KI-Chatbots erst 2 Prozent.

Wie Suchende eine Wohnung finden Anteil der Wohnungssuchenden, Mehrfachnennungen möglich. Online-Portale 81 % Webseiten von Wohnungsunternehmen 19 % 87 % digitale Kanäle insgesamt 10 % Newsletter von Maklern 2 % KI-Chatbots Quelle: Bitkom, Presseinformation 31.10.2025, n = 1.003. AI

Die eigene Makler-Website ist nicht der Kanal, über den Suchende Objekte finden. Sie ist der Kanal, über den Eigentümer den Makler prüfen, bevor sie den Alleinauftrag vergeben. Genau darum bemisst sich ihr Wert am Auftrag und nicht am Objektaufruf. Die Bitkom-Zahlen gelten für Wohnungssuchende. Der Schluss auf Eigentümer ist unsere Interpretation, keine gemessene Zahl.

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Was kostet eine Website für eine Hausverwaltung?

Für eine Hausverwaltung gelten dieselben Marktpreise wie für eine Makler-Website. Der Maßstab ist ein anderer. Die WEG-Verwaltervergütung lag 2025 bei 29,12 Euro je Einheit und Monat. Für 2026 planen die Verwaltungen 31,77 Euro. Ein Mandat mit 20 Einheiten bringt damit rund 6.989 Euro im Jahr.

Beide Werte stammen aus dem Branchenbarometer 2026 des VDIV. Die Mietverwaltung lag 2025 bei 30,19 Euro je Einheit und Monat. Wie lange ein Mandat trägt, steht im Gesetz. Nach § 26 Abs. 2 WEG wird der Verwalter auf höchstens fünf Jahre bestellt. Bei der ersten Bestellung nach Begründung von Wohnungseigentum sind es höchstens drei Jahre.

Die Größe einer durchschnittlichen Eigentümergemeinschaft ist nicht belegbar. Deshalb zeigt die Tabelle die Spanne. Setzen Sie Ihre eigene Mandatsgröße ein.

Einheiten je Mandat (angesetzt)Jahresumsatz bei 29,12 Euro je Einheit und MonatÜber 3 JahreÜber 5 Jahre8.000 Euro Website entsprechen
103.494 Euro10.483 Euro17.472 Euro76 bzw. 46 Prozent eines Mandats
206.989 Euro20.966 Euro34.944 Euro38 bzw. 23 Prozent eines Mandats
3010.483 Euro31.450 Euro52.416 Euro25 bzw. 15 Prozent eines Mandats
4013.978 Euro41.933 Euro69.888 Euro19 bzw. 11 Prozent eines Mandats

Ein einziges neues WEG-Mandat mit 20 Einheiten trägt über den Erstbestellungszeitraum von drei Jahren rund 21.000 Euro. Die komplette Website kostet davon gut ein Drittel. Über den regulären Bestellzeitraum von fünf Jahren sind es 23 Prozent.

Der Maßstab verschiebt sich 2026 weiter nach oben. Die Branche plant ihre Regelvergütung 9,1 Prozent höher, bei 31,77 Euro je Einheit und Monat. Ein Mandat mit 20 Einheiten trägt dann rund 7.625 Euro im Jahr. Jedes gewonnene Mandat ist mehr wert als im Vorjahr.

Dazu kommt ein zweiter Nutzen. 62,1 Prozent der Verwaltungen bezeichnen sich als überlastet. Mehr als die Hälfte der Verwaltungen, die 2025 Personal suchten, konnte nicht alle Stellen besetzen. Eine Karriereseite ist deshalb kein Beiwerk. Sie ist ein Baustein mit eigenem Zweck. Für den Nutzen in Euro gibt es keine belastbare Quelle.

Was muss in einem Angebot stehen, und woran erkennen Sie ein zu billiges?

Zwei Angebote für eine Makler-Website sind erst vergleichbar, wenn beide dieselben Positionen enthalten. Sonst stellen Sie einen Kaufpreis neben eine Anzahlung. Prüfen Sie jedes Angebot auf sieben Positionen. Und rechnen Sie den Preis in Arbeitstage um. Bei 690 Euro Tagessatz sehen Sie sofort, ob die Leistung in die Summe passt.

Was in einem Angebot stehen muss

  1. Eine Position für Konzept und Struktur. Design ohne Struktur ist eine Vorlage mit Ihrem Firmennamen.
  2. Eine Position für Texte. Steht dort „Texte vom Kunden", zahlen Sie mit Ihrer eigenen Zeit.
  3. Die Objektanbindung an Ihre Maklersoftware, mit Format, Testumfang und Fehlerfällen.
  4. Eigene Seiten für Eigentümer, nicht nur eine Objektliste.
  5. Rechtstexte und Provisionsangaben, auch auf den Objektseiten.
  6. Barrierefreiheit, benannt und nicht als „machen wir später".
  7. Nutzungsrechte und Korrekturphasen. Die AGD zählt beides als eigene Vergütungsposition.

Fünf Fehler, die teuer werden

  1. Den Preis nicht in Arbeitstage übersetzen. Rechnen Sie gegen 690 Euro Tagessatz.
  2. Die Eigenzeit nicht mitrechnen. 40 bis 80 Stunden Eigenarbeit am Baukasten sind kein Nulltarif.
  3. Die Makler-Website als Ersatz für das Portal planen. 81 Prozent gegen 19 Prozent sagen das Gegenteil.
  4. Die Objektpflege doppelt machen. Ohne Schnittstelle pflegen Sie jedes Objekt zweimal, dauerhaft.
  5. Eine Monatsrate ohne Endsumme akzeptieren. Fragen Sie nach Laufzeit und Eigentum an der Makler-Website.

Diese Punkte sind kein Urteil über einen Anbieter. Sie sind ein Werkzeug für den Vergleich. Welche Positionen in unseren Projekten dazugehören, zeigen unsere Webdesign-Leistungen. Wir bauen seit fast 30 Jahren Websites für Unternehmen im deutschsprachigen Raum.

Fazit: Woran Sie Ihr Budget ausrichten

Die Spanne bei den Kosten einer Makler-Website ist echt. Sie entsteht durch die Arbeitsmenge, nicht durch das Design. Jede Zahl steht mit ihrem Rechenweg daneben. Jede Eingangszahl hat eine Quelle mit Datum.

Rechnen Sie jedes Angebot in Arbeitstage um. Bei 690 Euro Tagessatz bezahlt ein Angebot über 1.500 Euro gut zwei Arbeitstage für das gesamte Projekt. Das reicht für dieses Leistungspaket nicht.

Der Maßstab ist nicht der Preis. Für den Immobilienmakler ist es die Provision aus einem Alleinauftrag, rund 11.700 bis 14.100 Euro netto. Für die Hausverwaltung die Verwaltervergütung von 29,12 Euro je Einheit und Monat.

Und rechnen Sie ehrlich. Ihre Makler-Website gewinnt keine Suchenden vom Portal zurück. Sie gewinnt Eigentümer, die Sie vorher prüfen. Welche Leistungen dazugehören, zeigen unsere Websites für Makler und Hausverwaltungen. Wenn Sie Ihr Budget gemeinsam durchgehen wollen, sprechen Sie uns an.

Häufig gestellte Fragen zu den Kosten einer Makler-Website

Wie kann ich als Immobilienmakler eine Website erstellen?

Für eine Makler-Website gibt es drei Wege. Baukasten in Eigenregie, 12 bis 32 Euro im Monat plus 40 bis 80 Stunden Ihrer Zeit. Vorlage beim Dienstleister, rund 20 Stunden. Individuelles Projekt mit Objektanbindung, 40 bis 120 Stunden. Der Unterschied ist die Arbeitsmenge.

Wie viel kostet es, eine Website machen zu lassen?

Bei 90 bis 105 Euro je Stunde kostet eine Makler-Website als Vorlage mit 20 Stunden 1.800 bis 2.100 Euro. Ein individuelles Projekt mit 40 Stunden 3.600 bis 4.200 Euro. Ein umfangreiches mit 120 Stunden 10.800 bis 12.600 Euro. Die Stunden sind angesetzt.

Was kostet eine Makler-Website im Monat?

Für Hosting mit Domain zahlen Sie 5 bis 28 Euro monatlich, abhängig von Paket und Anbieter (IONOS, STRATO, abgerufen 04.09.2026). Ein Baukasten-Abo kostet 12 bis 32 Euro im Monat. Die Wartung rechnen Sie in Stunden mal Stundensatz.

Baukasten oder Agentur, was ist günstiger für einen Makler?

Der Baukasten spart Geld und verbraucht 40 bis 80 Stunden Ihrer eigenen Zeit (angesetzt). Dazu fehlt ihm die Anbindung an die Maklersoftware. Jedes Objekt pflegen Sie dann dauerhaft doppelt. Ein Vorteil bleibt nur, solange Ihre eigene Zeit nichts kostet.

Was kostet die Anbindung der Objekte an die Maklersoftware?

Dafür gibt es keinen öffentlichen Marktpreis. Rechnen Sie in Stunden: Schnittstelle einrichten, Felder zuordnen, Bilder und Exposés testen, Fehlerfälle abfangen. Lassen Sie sich die Position im Angebot einzeln ausweisen.

Was kostet eine Website für eine Hausverwaltung?

Dieselben Marktpreise, anderer Maßstab. Bei 29,12 Euro Verwaltervergütung je Einheit und Monat bringt ein Mandat mit 20 Einheiten rund 6.989 Euro im Jahr. Über den Erstbestellungszeitraum von drei Jahren sind das rund 21.000 Euro.

Wie viele Alleinaufträge muss eine Makler-Website bringen?

Rechnerisch einer. Ein durchschnittlicher vermittelter Kauf hat rund 235.000 Euro Volumen. Daraus werden rund 11.700 bis 14.100 Euro Provision netto. Eine Makler-Website für 8.000 Euro kostet davon rund zwei Drittel.

Woran erkenne ich ein Angebot, das zu billig ist?

Rechnen Sie es in Arbeitstage um. Bei 690 Euro Tagessatz sind 1.500 Euro gut zwei Arbeitstage für Konzept, Texte, Objektanbindung und Rechtstexte. Das reicht nicht. Dann kaufen Sie eine Vorlage.

Quellen

  1. AGD Allianz Deutscher Designer, Honoraruntergrenzen bei öffentlichen Aufträgen, Beitrag vom 28.03.2024: agd.de
  2. freelancermap, Freelancer-Kompass 2026, Stundensätze IT-Freelancer, Artikel vom 02.07.2026: freelancermap.de
  3. IVD Bundesverband, Maklerinnen und Makler, Vermittlungen und Transaktionsvolumen: ivd.net
  4. IVD Bundesverband, Neuregelung der Maklerprovision, gültig seit 23.12.2020: ivd.net
  5. Verbraucherzentrale, Maklergebühren bei Immobilien, Stand 27.07.2026: verbraucherzentrale.de
  6. § 656c BGB, Lohnanspruch bei Tätigkeit für beide Parteien: gesetze-im-internet.de
  7. § 656d BGB, Vereinbarungen über die Maklerkosten: gesetze-im-internet.de
  8. § 26 WEG, Bestellung und Abberufung des Verwalters: gesetze-im-internet.de
  9. VDIV Mitteldeutschland, Branchenbarometer 2026, veröffentlicht 04.08.2026: vdiv-mitteldeutschland.de
  10. VDIV Deutschland, Branchenbarometer der Immobilienverwaltung: vdiv.de
  11. Bitkom, Presseinformation vom 31.10.2025, Wohnungssuche zwischen Klick und Klingel, n = 1.003: bitkom.org
  12. AK OGA, Arbeitskreis der Oberen Gutachterausschüsse, Immobilienmarktbericht Deutschland 2026, wiedergegeben bei Haufe: haufe.de
  13. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 250 vom 16.07.2026, Wohnungsbestand und Wohnfläche: destatis.de
  14. IONOS, Webhosting-Preise, abgerufen am 04.09.2026: ionos.de
  15. STRATO, Webhosting-Preise, abgerufen am 04.09.2026: strato.de
  16. Squarespace, Preise, abgerufen am 04.09.2026, Listenpreise können sich seitdem geändert haben: squarespace.com
  17. ImmoScout24, Verbraucherinformationen, abgerufen am 04.09.2026: immobilienscout24.de

Letzte Aktualisierung: September 2026

Sven Huchel
Über den Autor

Sven Huchel

Geschäftsführer & Creative Director

Seit 2005 entwickelt Sven Websites, Brandings und digitale Strategien für Unternehmen im deutschsprachigen Raum. TÜV-zertifiziert für Verkaufspsychologie. Spezialisiert auf verkaufspsychologisch optimierte Websites für Ärzte, Anwälte und Unternehmer.

+49 (0) 2435 4209712 · info@huchel-medienagentur.de

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