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Was kostet eine Praxis-Website? Die belegten Marktpreise für 2026

· 13 Min. Lesezeit

Was kostet eine Praxis-Website? Die belegten Marktpreise für 2026

Sie holen drei Angebote für Ihre Praxis-Website ein. Das günstigste liegt im niedrigen vierstelligen Bereich. Das teuerste beim Mehrfachen. Die Leistungsbeschreibungen lesen sich fast gleich.

Der Grund steckt im Wort Website. Es meint zwei verschiedene Dinge. Eine Vorlage mit Ihrem Praxisnamen. Oder ein Projekt aus Konzept, Struktur, Texten, Fotos, Rechtsprüfung und Umsetzung. Der Preis unterscheidet sich nicht im Design. Er unterscheidet sich in der Arbeitsmenge.

Dieser Artikel nennt jede Zahl mit Quelle. Er rechnet die Preise aus veröffentlichten Stundensätzen nach. Er trennt Einmalkosten von Folgekosten. Und er stellt der Investition die Zahl gegenüber, die für einen Facharzt oder Zahnarzt zählt: den Mehrumsatz durch Privatversicherte. Die Grundlagen dazu stehen auf unserer Seite Webdesign für Ärzte. Stand: September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

ThemaKey Takeaway
Die SpanneVom Baukasten für rund 150 bis 600 Euro im Jahr bis zu einem umfangreichen Projekt für 10.800 bis 12.600 Euro. Jede Zahl unten mit Rechenweg.
Die UntergrenzeDer Berufsverband AGD nennt als Untergrenze für öffentliche Aufträge 105 Euro netto je Stunde und 690 Euro je Tag. 20 Stunden Arbeit kosten damit rund 2.100 Euro.
Die laufenden KostenHosting mit Domain 5 bis 28 Euro im Monat (IONOS, STRATO). Wartung rechnen Sie als Stunden mal Stundensatz.
Der BaukastenRechnen Sie mit 40 bis 80 Stunden Eigenarbeit. In Praxis-Reinertrag sind das grob 5.900 bis 11.800 Euro (Destatis, Zi).
Der MaßstabEine Arztpraxis nahm 2024 durch Privatversicherte im Schnitt 82.171 Euro zusätzlich ein. 8.000 Euro sind davon 9,7 Prozent (WIP).

Was kostet eine Homepage für eine Arztpraxis?

Eine Praxis-Website kostet je nach Umsetzungsweg zwischen rund 150 Euro im Jahr und gut 12.000 Euro einmalig. Den Unterschied macht die Arbeitsmenge, nicht das Design. Baukastensysteme berechnen eine Monatsrate und verlangen Ihre eigene Zeit. Ein Projekt bei einem Dienstleister berechnet Stunden. Diese Stunden lassen sich nachrechnen.

Zwei veröffentlichte Stundensätze machen jedes Angebot vergleichbar. Der Berufsverband AGD nennt als Untergrenze für öffentliche Aufträge 105 Euro netto je Stunde und 690 Euro je Tag. Der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap weist für Software- und Webentwicklung einen mittleren Stundensatz von 90 Euro aus. Alle Beträge in der folgenden Tabelle sind daraus gerechnet.

UmsetzungswegWas Sie zahlenRechenwegQuelle
Baukasten in Eigenregie12 bis 50 Euro im Monat, rund 150 bis 600 Euro im JahrListenpreise bei Jahreslaufzeit, inklusive MehrwertsteuerJimdo und Squarespace, abgerufen 03.09.2026
Freelancer mit Vorlageab rund 2.100 Euro20 Stunden mal 105 EuroAbleitung aus AGD
Individuelles Projekt bei Freelancer oder Agentur3.600 bis 4.200 Euro40 Stunden mal 90 bis 105 EuroAbleitung aus AGD und freelancermap, Stundenzahl als Annahme
Umfangreiches Projekt bei einer spezialisierten Agentur10.800 bis 12.600 Euro120 Stunden mal 90 bis 105 EuroAbleitung aus AGD und freelancermap, Stundenzahl als Annahme
Miet- oder Abomodellmonatliche RateRate mal Laufzeit ergibt den echten PreisPrinzip, keine Marktzahl

Die Baukastenpreise sind Listenpreise vom 3. September 2026. Die Anbieter ändern ihre Tarife regelmäßig. Prüfen Sie den aktuellen Stand vor einer Entscheidung direkt beim Anbieter.

Was eine Praxis-Website kostet, hergeleitet aus Stundensätzen Skala 0 bis 13.000 Euro netto, einmalig. Baukasten: Listenpreis im ersten Jahr. Baukasten, erstes Jahr 150 bis 600 Euro Vorlage beim Freelancer, 20 Stunden ab 2.100 Euro Einfaches Projekt, 40 Stunden 3.600 bis 4.200 Euro Umfangreiches Projekt, 120 Stunden 10.800 bis 12.600 Euro Quellen: AGD, freelancermap, Jimdo, Squarespace. Stand 09/2026. AI

Die Stundenzahlen für die beiden Projektzeilen sind eine Annahme, der Stundensatz dagegen ist belegt. Ein individuelles Projekt umfasst Konzept, Seitenstruktur, Texte, Umsetzung und Rechtsprüfung. Ein umfangreiches Projekt kommt mit eigenen Leistungsseiten, Fotokonzept und den Grundlagen für die Sichtbarkeit dazu. Ob ein Freelancer oder eine Agentur die Stunden liefert, ändert an der Rechnung nichts. Eine Agentur bringt mehr Rollen mit, ein Freelancer den kürzeren Weg. Setzen Sie Ihre eigenen Stunden ein, wenn Sie andere Erfahrungswerte haben. Die so errechneten Spannen liegen in derselben Größenordnung wie die Preisstufen, die Ratgeber zu Praxis-Websites am Markt nennen.

Die Mietvariante verdient einen eigenen Blick. Eine monatliche Rate ist kein Folgekostenposten. Sie ist ein Kaufpreis in Scheiben. Fragen Sie deshalb immer zwei Dinge. Wie lang ist die Laufzeit? Und wem gehört die Website danach? Multiplizieren Sie die Rate mit der Laufzeit, dann haben Sie den echten Preis.

Welche dieser Stufen zu Ihnen passt, hängt davon ab, was Ihre Praxis-Website leisten muss. Eine reine Visitenkarte mit Anfahrt und Sprechzeiten ist eine andere Aufgabe als eine Website, die Selbstzahler gewinnt.

8.000 Euro sind 9,7 Prozent dessen, was eine Praxis im Jahr durch Privatversicherte zusätzlich einnimmt

Eine Arztpraxis nahm 2024 durch die Behandlung von Privatversicherten im Schnitt 82.171 Euro zusätzlich ein. Das hat das Wissenschaftliche Institut der PKV in seinem Jahresbericht 2026 ausgewertet. Eine Praxis-Website für 8.000 Euro entspricht davon 9,7 Prozent. Bei Zahnarztpraxen liegt der Mehrumsatz bei 73.859 Euro im Jahr. Die gleiche Investition wären dort 10,8 Prozent.

Die 8.000 Euro liegen ungefähr in der Mitte der Spanne, die wir oben aus den Stundensätzen gerechnet haben. Diese Einordnung kommt ohne jede weitere Annahme aus. Sie stellt zwei Zahlen nebeneinander, mehr nicht.

RechenschrittWertQuelle
Mehrumsatz durch Privatversicherte je Arztpraxis, 202482.171 Euro im JahrWIP 2026
Beispielhafte Website-Investition8.000 Euro nettoRechnung oben
8.000 Euro geteilt durch 82.171 Euro= 9,7 Prozent
Mehrumsatz je Zahnarztpraxis, 202473.859 Euro im JahrWIP 2026
8.000 Euro geteilt durch 73.859 Euro= 10,8 Prozent
Website-Investition im Verhältnis zum Privatpatienten-Mehrumsatz 82.171 € Mehrumsatz je Arztpraxis 2024 ÷ 8.000 € Website-Investition = 9,7 % eines Jahres 73.859 € Mehrumsatz je Zahnarztpraxis 2024 ÷ 8.000 € = 10,8 % Quelle: WIP-Analyse Februar 2026, Daten 2024. Investition beispielhaft. AI

Der Anteil der Privatabrechnung an den Praxiseinnahmen zeigt dasselbe Bild. Bei Arztpraxen lag er 2023 bei 28,0 Prozent, bei Zahnarztpraxen bei 47,2 Prozent (Statistisches Bundesamt). Fast die Hälfte der Einnahmen einer Zahnarztpraxis entsteht also außerhalb der Kassenabrechnung.

Wie viele Privatpatienten trägt die Amortisation?

Jetzt wird es rechnerisch. Ab hier arbeiten wir mit Annahmen, und wir kennzeichnen sie.

RechenschrittWertQuelle
PKV-Leistungsausgaben ambulant-ärztlich 202415,43 Mrd. EuroWIP 2026
PKV-Vollversicherte Ende 20248,74 Mio.WIP 2026
Umsatz je Privatpatient und Jahr, alle Praxen= 1.765 EuroRechenschritt
Abschlag auf ein Drittel, weil sich ein Patient auf Hausarzt und Fachärzte verteilt= 588 EuroAnnahme
Reinertragsquote 338.000 / 854.000 Euro= 39,6 ProzentDestatis 2024
Reinertrag je Privatpatient und Jahr= 233 EuroRechenschritt
Nutzungsdauer, vorsichtig angesetzt4 JahreAnnahme
2.000 Euro pro Jahr geteilt durch 233 Euro= rund 9 Patienten im Jahr

Rund neun zusätzliche Privatpatienten pro Jahr tragen eine Praxis-Website für 8.000 Euro. Das ist weniger als einer pro Monat. Für eine Zahnarztpraxis liegt der Wert bei rund zehn im Jahr. Dort rechnen wir mit 5,42 Milliarden Euro zahnärztlicher PKV-Leistungsausgaben und einer Reinertragsquote von 32,6 Prozent.

Gemeint ist die Amortisation über vier Jahre, nicht im ersten Jahr. Beide Zahlen sind Größenordnungen, keine Prognose. Der Drittel-Abschlag ist eine Annahme. Die Nutzungsdauer von vier Jahren ebenfalls. Der Vergleich mit den 9,7 Prozent oben braucht dagegen keine einzige Annahme. Er trägt das Kapitel.

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Wie viel kostet eine Website pro Monat?

Webhosting mit Domain beginnt bei 5 bis 6 Euro im Monat. IONOS berechnet für das Einstiegspaket nach der Aktionsphase 6 Euro im Monat und einmalig 10 Euro Einrichtung, für das größte Paket 28 Euro im Monat. Bei STRATO liegt der Standardpreis im Zwölf-Monats-Tarif zwischen 5 und 22 Euro, dort entfällt die Einrichtungsgebühr. Beide Preise haben wir am 3. September 2026 selbst abgerufen.

Das ist die Untergrenze für geteiltes Webhosting. Ein betreutes Paket mit Backups, Monitoring und festem Ansprechpartner liegt darüber. Für die übrigen Posten gibt es keine belastbare Marktspanne, deshalb nennen wir dafür keine Zahl. Lassen Sie sich jede dieser Positionen im Angebot einzeln ausweisen.

PostenKostenFälligQuelle
Hosting und Domain (Server in Deutschland)5 bis 28 Euro im Monat, bei IONOS dazu 10 Euro EinrichtunglaufendIONOS und STRATO, abgerufen 03.09.2026
Baukasten-Abo statt Hosting12 bis 50 Euro im MonatlaufendJimdo und Squarespace, abgerufen 03.09.2026
Wartung, Updates und Sicherheitspflege4 bis 24 Stunden im Jahr, zum AGD-Satz 420 bis 2.520 EurolaufendAbleitung aus AGD, Stundenzahl als Annahme
Lizenzen für Terminbuchung und Zusatzfunktionenals eigene Position im Angebot ausweisen lassenlaufendkeine belegte Marktspanne
Professionelle Praxisfotografieals eigene Position kalkuliereneinmalig, alle paar Jahrekeine belegte Marktspanne
SEO und Google-Unternehmensprofilals eigene Position kalkulierenlaufendkeine belegte Marktspanne

Der größte Posten ist selten das Hosting. Es sind die Lizenzen und die Wartung. Wer seine Praxis-Website auf WordPress betreibt, zahlt Plugins, Updates und Sicherheitspflege dauerhaft mit. Rechnen Sie diese Pflege in jedes Angebot ein, sonst vergleichen Sie zwei ungleiche Zahlen.

Ein Posten fehlt in fast jedem Angebot: die laufende SEO-Betreuung. Auch das Google-Unternehmensprofil braucht Pflege. Beides gehört in Ihre Jahresrechnung. Sonst rechnen Sie zu niedrig.

Eine monatliche Rate für die Website selbst gehört dagegen nicht in diese Tabelle. Sie ist keine Wartung, sondern ein Kaufpreis auf Raten. Der Unterschied zeigt sich am Ende der Laufzeit. Bei einem Kauf gehört Ihnen die Website. Bei einem Mietmodell nicht.

Was der Baukasten wirklich kostet, in Praxisstunden gerechnet

Ein Baukasten kostet Sie 12 bis 50 Euro im Monat und Ihre eigene Arbeitszeit. Rechnen wir als Erfahrungswert mit 40 bis 80 Stunden. Das Statistische Bundesamt weist für 2024 einen Reinertrag von 338.000 Euro je Arztpraxis aus. Bei einer 50-Stunden-Woche und 46 Arbeitswochen sind das grob gerechnet 147 Euro Reinertrag je Arbeitsstunde.

RechenschrittWertQuelle
Eigenaufwand Baukasten40 bis 80 StundenErfahrungswert
Reinertrag je Arztpraxis 2024338.000 EuroDestatis
Wochenarbeitszeit Praxisinhaber, Datenjahr 201450 StundenZi-Praxis-Panel
Arbeitswochen pro Jahr46Annahme
Jahresarbeitszeit 50 mal 46= 2.300 Stunden
338.000 Euro geteilt durch 2.300 Stunden= 147 Euro je Stunde
40 bis 80 Stunden mal 147 Euro= 5.900 bis 11.800 Euro
Was 40 bis 80 Stunden am Baukasten wirklich kosten Rechenweg in fünf Schritten, Größenordnung, keine Stundenkalkulation. Reinertrag je Arztpraxis 2024 338.000 € Jahresarbeitszeit, 50 Stunden mal 46 Wochen 2.300 h Reinertrag je Arbeitsstunde 147 € Eigenarbeit am Baukasten 40 bis 80 h Gegenwert Ihrer Zeit 5.900 bis 11.800 € Quellen: Destatis 2024, Zi-Praxis-Panel 2014. Wochen und Aufwand als Annahme. AI

Drei Einschränkungen gehören dazu. Eine Praxis erwirtschaftet ihren Reinertrag nicht allein durch die Zeit der Inhaberin oder des Inhabers. 2024 waren im Schnitt 9,9 Personen je Arztpraxis tätig (Statistisches Bundesamt). Das Statistische Bundesamt weist außerdem darauf hin, dass der Reinertrag nicht dem Einkommen der Ärztinnen und Ärzte entspricht. Und die 50-Stunden-Woche stammt aus dem Zi-Praxis-Panel mit Datenjahr 2014. Aktuellere Zahlen zur Arbeitszeit haben wir nicht gefunden. Die Rechnung ist deshalb eine Größenordnung, keine exakte Stundenkalkulation.

Trotzdem bleibt der Kern richtig. Ihre Zeit ist der teuerste Posten in Ihrer Praxis. Baukastensysteme wie Wix oder Jimdo sind nicht kostenlos. Sie verschieben die Kosten nur von der Rechnung in Ihren Kalender.

Dazu kommt eine zweite Frage. Nach 40 bis 80 Stunden steht eine Website, die technisch funktioniert. Ob sie in der Suche gefunden wird, ist damit nicht beantwortet. Ob sie Privatpatienten anspricht, auch nicht. Genau daran scheitern viele Vorlagen.

Woran erkennen Sie ein Angebot, das zu billig ist?

Rechnen Sie jedes Angebot in Arbeitszeit um. Der Berufsverband AGD nennt als Untergrenze für öffentliche Aufträge 105 Euro netto je Stunde und 690 Euro je Tag. Der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap weist für Software- und Webentwicklung einen mittleren Stundensatz von 90 Euro aus. Selbst an dieser Untergrenze gemessen kalkuliert gut zwei Arbeitstage, wer 1.500 Euro für eine komplette Praxis-Website verlangt.

Daraus folgt die schärfste Aussage dieses Artikels. Ein Angebot unter etwa 2.000 Euro bezahlt keine individuelle Arbeit, sondern eine Vorlage. Der Rechenweg steht offen daneben.

RechenschrittWert
20 Stunden mal 105 Euro (AGD-Mindestsatz)= 2.100 Euro
40 Stunden mal 90 bis 105 Euro (freelancermap, AGD)= 3.600 bis 4.200 Euro
1.500 Euro geteilt durch 690 Euro Tagessatz= gut zwei Arbeitstage

Sechs Punkte machen ein zu billiges Angebot sichtbar:

  1. Der Preis lässt sich nicht in Arbeitstage übersetzen. Rechnen Sie gegen den AGD-Tagessatz von 690 Euro.
  2. Texte sind „vom Kunden zu liefern". Dann zahlen Sie die Inhalte mit Ihrer eigenen Zeit. Siehe die 147-Euro-Rechnung oben.
  3. Die Fotos sind Stockmaterial. Professionelle Praxisfotografie ist eine eigene Position. Fehlt der Posten, fehlt die Leistung.
  4. Impressum und Datenschutzerklärung fehlen als Position. Bei einem fehlerhaften Impressum drohen Bußgelder bis zu 50.000 Euro und wettbewerbsrechtliche Abmahnungen (Virchowbund). Fehlt die Prüfung, tragen Sie das Risiko allein.
  5. Es gibt keine Position für Struktur und Inhalte. Design ohne Konzept ist eine Vorlage mit Ihrem Praxisnamen darauf.
  6. Der Preis ist eine Monatsrate ohne Endsumme. Fragen Sie nach der Laufzeit. Multiplizieren Sie. Fragen Sie, wem die Website danach gehört.

Diese sechs Punkte sind kein Urteil über eine Agentur oder einen Freelancer. Sie sind ein Werkzeug, um zwei Angebote vergleichbar zu machen.

Was den Preis nach oben treibt, und was Sie davon brauchen

Vier Positionen erklären den Unterschied zwischen 2.100 und 12.600 Euro. Erstens die Anzahl und Tiefe der Inhalte. Zweitens professionelle Fotos statt Stockmaterial. Drittens die rechtliche Prüfung nach HWG, DSGVO und gegebenenfalls BFSG. Viertens die Sichtbarkeit in der Suche. Jede dieser Positionen ist Arbeitszeit. Welche davon Sie brauchen, hängt von Ihrer Fachrichtung ab.

Inhalte und Struktur

Jede Leistungsseite braucht eigenen Text. Bei Fachärzten und Zahnärzten entscheidet genau das über Privatpatienten. Ein Implantologe, ein Kieferorthopäde und ein Orthopäde brauchen verschiedene Seiten. Wer alles auf eine Seite legt, wird für nichts gefunden.

Brauchen Sie das? Ja, sobald Sie Selbstzahler- oder Privatleistungen anbieten.

Fotos

Professionelle Praxisfotografie ist eine eigene Position im Angebot. Stockfotos kosten fast nichts und sind austauschbar. Der Patient sieht auf einer Stockaufnahme nicht Ihr Team, sondern ein Model.

Brauchen Sie das? Ja, sobald Vertrauen die Entscheidung trägt. Und das tut es in fast jeder Facharztpraxis.

Recht: HWG, DSGVO und BFSG

Das Heilmittelwerbegesetz begrenzt, was Sie zeigen und versprechen dürfen. Die DSGVO regelt Kontaktformular, Terminbuchung und eingebundene Dienste. Impressum und Datenschutzerklärung müssen zur Praxisform passen. Eine Berufsausübungsgemeinschaft braucht ein anderes Impressum als eine Einzelpraxis. Jeder eingebundene Dienst braucht seinen Eintrag in der Datenschutzerklärung. Bei Fehlern haftet der Praxisinhaber persönlich. Das BFSG kann seit Juni 2025 auch Praxen betreffen, abhängig von Größe und Umsatz. Nach Angaben des Virchowbunds greift es, wenn Sie Dienstleistungen für Verbraucher online anbieten und zugleich mehr als neun Mitarbeiter beschäftigen oder über zwei Millionen Euro Jahresumsatz beziehungsweise Bilanzsumme erreichen. Diese Prüfung ist echte Arbeit. Wir haben sie in zwei eigenen Beiträgen beschrieben: HWG und DSGVO auf der Praxis-Website und barrierefreie Praxis-Website nach BFSG.

Brauchen Sie das? Ja. Diese Position ist die einzige ohne Wahlmöglichkeit.

Sichtbarkeit in der Suche

Eine Website, die niemand findet, ist unabhängig vom Preis eine Fehlinvestition. 2025 hatten 64 Prozent der Deutschen schon mindestens einmal online einen Arzttermin vereinbart. 58 Prozent buchten über Portale wie Doctolib oder Jameda, 25 Prozent über die Website einer Praxis. Mehrfachnennungen waren möglich (Bitkom, Dezember 2025). Bei Menschen ab 65 Jahren buchen inzwischen 50 Prozent online. Vor fünf Jahren waren es 18 Prozent (Bitkom, Februar 2026).

Das heißt: Die Terminbuchung wandert ins Netz, auch bei älteren Patienten. SEO ist deshalb keine Zusatzoption, sondern Teil der Leistung. Dazu gehören eigene Texte für jede Leistungsseite und ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. In der lokalen Suche zeigt Google dieses Profil zuerst. Ohne SEO bleibt eine Website eine Broschüre im Schrank.

Brauchen Sie das? Ja, wenn Sie neue Patienten wollen. Nein, wenn Ihre Website nur bestehende Patienten informiert.

Was ist im Preis enthalten, und was nicht?

Im Preis einer Praxis-Website stecken in der Regel Konzept, Struktur, Design, Umsetzung und die Grundeinrichtung. Nicht enthalten sind meistens Texte, professionelle Fotos, die laufende Betreuung, Lizenzen für Terminbuchung und die Sichtbarkeit in der Suche. Prüfen Sie jedes Angebot auf diese fünf Positionen, bevor Sie Preise vergleichen.

In der Regel enthalten:

  • Konzept und Seitenstruktur
  • Design und Umsetzung
  • Grundeinrichtung von Impressum und Datenschutzerklärung
  • Einrichtung auf Hosting und Domain
  • Eine Einweisung in die Pflege

In der Regel nicht enthalten:

  • Texte für Startseite und Leistungsseiten
  • Professionelle Praxisfotografie
  • Lizenzen für Terminbuchung und weitere Werkzeuge
  • Laufende Wartung, Updates und Sicherheitspflege
  • SEO und Betreuung des Google-Unternehmensprofils

Der Satz, der jeden Vergleich rettet, lautet so: Zwei Angebote sind erst vergleichbar, wenn beide dieselben Positionen enthalten. Sonst vergleichen Sie einen Kaufpreis mit einer Anzahlung. Für eine Facharztpraxis sind vor allem die Leistungsseiten entscheidend. Fehlen sie im Angebot, fehlt der Teil, der Privatpatienten bringt. Was in unseren Projekten dazugehört, steht bei unsere Webdesign-Leistungen.

Fazit: Woran Sie Ihr Budget ausrichten

Die Spanne vom Baukasten für rund 150 Euro im Jahr bis zum Agenturprojekt für gut 12.000 Euro ist echt. Sie erklärt sich über die Arbeitsmenge, nicht über das Design. Jede Zahl in diesem Artikel steht mit ihrem Rechenweg daneben, und jede Eingangszahl hat eine Quelle mit Datum.

Unterhalb von rund 2.000 Euro bekommen Sie eine Vorlage, keine individuelle Arbeit. Der Rechenweg dahinter ist der AGD-Mindestsatz von 105 Euro je Stunde.

Der Maßstab für Ihre Entscheidung ist nicht der Preis. Es ist der Mehrumsatz durch Privatversicherte: 82.171 Euro je Arztpraxis und 73.859 Euro je Zahnarztpraxis im Jahr 2024. Gemessen daran ist eine Investition von 8.000 Euro ein Zehntel eines einzigen Jahres.

Und rechnen Sie Ihre Eigenzeit immer mit. 40 bis 80 Stunden am Baukasten sind kein Nulltarif. In Praxis-Reinertrag sind das grob 5.900 bis 11.800 Euro. Welche Leistungen dazugehören, zeigen wir bei unseren Websites für Arztpraxen.

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Häufig gestellte Fragen zu den Kosten einer Praxis-Website

Was kostet eine Homepage für eine Arztpraxis?

Im Baukasten 12 bis 50 Euro im Monat plus Ihre Zeit. Bei einem Dienstleister ab rund 2.100 Euro für 20 Stunden, 3.600 bis 4.200 Euro für ein individuelles Projekt und 10.800 bis 12.600 Euro für ein umfangreiches.

Wie viel kostet eine Website pro Monat?

Hosting mit Domain 5 bis 28 Euro im Monat, je nach Paket und Anbieter (IONOS, STRATO, abgerufen 03.09.2026). Ein Baukasten-Abo liegt bei 12 bis 50 Euro im Monat. Wartung rechnen Sie als Stunden mal Stundensatz.

Warum ist die Preisspanne so groß?

Weil „Website" zwei Dinge meint: eine fertige Vorlage mit Ihrem Praxisnamen oder ein Projekt aus Konzept, Texten, Fotos, Rechtsprüfung und Umsetzung. Der Unterschied ist Arbeitszeit, gemessen am Stundensatz.

Baukasten oder Agentur, was ist günstiger?

Der Baukasten kostet weniger Geld und 40 bis 80 Stunden Ihrer Zeit. In Praxis-Reinertrag gerechnet sind das grob 5.900 bis 11.800 Euro. Günstiger ist er nur, wenn Ihre Zeit nichts kostet.

Ab welchem Preis lohnt sich eine Praxis-Website?

Unterhalb von rund 2.000 Euro bezahlt niemand individuelle Arbeit. Bei einem Tagessatz von 690 Euro (AGD) sind 1.500 Euro gut zwei Arbeitstage für das gesamte Projekt.

Wie viele neue Privatpatienten muss eine Website bringen, damit sie sich rechnet?

Grob gerechnet rund neun pro Jahr bei einer Facharztpraxis. Angesetzt sind 8.000 Euro Investition und vier Jahre Nutzungsdauer. Das ist weniger als ein Patient pro Monat.

Was kostet ein Relaunch im Vergleich zu einer neuen Website?

Die Kostentreiber sind dieselben: Inhalte, Fotos, Rechtsprüfung, Sichtbarkeit. Übernehmbare Texte und Fotos senken den Aufwand. Technik und Struktur baut man meist neu. Rechnen Sie auch hier in Stunden.

Quellen

  1. WIP, Wissenschaftliches Institut der PKV, Jahresbericht 2026 „Mehrumsatz und Leistungsausgaben der Privatversicherten", Daten 2024: wip-pkv.de
  2. PKV-Verband, Pressemitteilung vom 03.03.2026 zum Mehrumsatz 2024: pkv.de
  3. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 262 vom 23.07.2026, Kostenstruktur der Arzt- und Zahnarztpraxen 2024: destatis.de
  4. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 431 vom 04.12.2025, Anteil der Privatabrechnung 2023: destatis.de
  5. AGD Allianz Deutscher Designer, Honoraruntergrenzen, Beitrag vom 28.03.2024: agd.de
  6. freelancermap, Freelancer-Kompass 2026, Stundensätze IT-Freelancer, Artikel vom 02.07.2026: freelancermap.de
  7. Bitkom, Pressemitteilung vom 22.12.2025, Online-Terminvereinbarung: bitkom.org
  8. Bitkom, Pressemitteilung vom 02.02.2026, Digitalisierung im Gesundheitswesen bei Menschen ab 65: bitkom.org
  9. Virchowbund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Praxis-Homepage: Recht, Impressum und Barrierefreiheit: virchowbund.de
  10. Zi, Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung, Zi-Praxis-Panel, Meldung vom 13.07.2017, Datenjahr 2014: zi.de
  11. IONOS, Webhosting-Preise, abgerufen am 03.09.2026: ionos.de
  12. STRATO, Webhosting-Preise, abgerufen am 03.09.2026: strato.de
  13. Jimdo, Preise für Websites, abgerufen am 03.09.2026, Listenpreise können sich seitdem geändert haben: jimdo.com
  14. Squarespace, Preise, abgerufen am 03.09.2026, Listenpreise können sich seitdem geändert haben: squarespace.com

Letzte Aktualisierung: September 2026

Sven Huchel
Über den Autor

Sven Huchel

Geschäftsführer & Creative Director

Seit 2005 entwickelt Sven Websites, Brandings und digitale Strategien für Unternehmen im deutschsprachigen Raum. TÜV-zertifiziert für Verkaufspsychologie. Spezialisiert auf verkaufspsychologisch optimierte Websites für Ärzte, Anwälte und Unternehmer.

+49 (0) 2435 4209712 · info@huchel-medienagentur.de

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