Der Hreflang-Tag teilt Google mit, für welche Sprache und Region eine Seite bestimmt ist. Das ist bei mehrsprachigen Praxis-Websites wichtig.
Was ist ein Hreflang-Tag?
Der Hreflang-Tag ist ein HTML-Element. Er teilt Suchmaschinen mit, in welcher Sprache eine Seite verfasst ist und für welche Region sie bestimmt ist. Er steht im Head-Bereich einer Website und verweist auf die verschiedenen Sprachversionen derselben Seite. Ein typisches Beispiel: <link rel="alternate" hreflang="de" href="https://www.praxis.de/leistungen/"> und <link rel="alternate" hreflang="en" href="https://www.praxis.de/en/services/">.
Google zeigt Suchenden mit dieser Information die passende Sprachversion einer Website. Ohne Hreflang-Tag entscheidet Google selbst, welche Version passt. Dabei liegt Google nicht immer richtig.
Wann braucht eine Arztpraxis Hreflang-Tags?
Für die meisten niedergelassenen Praxen im deutschsprachigen Raum spielt der Hreflang-Tag keine Rolle. Wichtig wird er, wenn Deine Website in mehreren Sprachen existiert, zum Beispiel auf Deutsch und Englisch für internationale Patienten.
Das betrifft vor allem Praxen in Großstädten mit vielen internationalen Patienten, Kliniken mit Angeboten für Medizintourismus und spezialisierte Praxen, die Patienten aus dem Ausland behandeln. Betreibst Du eine englischsprachige Version Deiner Website, sorgt der Hreflang-Tag dafür, dass ein Patient in London die englische Version sieht und ein Patient in München die deutsche.
Ohne Hreflang-Tag kann Google die englische Version Deiner Website deutschsprachigen Suchenden zeigen oder umgekehrt. Im schlimmsten Fall stuft Google die beiden Sprachversionen als Duplicate Content ein und indexiert nur eine davon.
Technische Umsetzung
Hreflang-Tags müssen gegenseitig verweisen. Zeigt Seite A auf Seite B als englische Version, muss Seite B zurück auf Seite A als deutsche Version verweisen. Fehlt diese gegenseitige Bestätigung, ignoriert Google die Hreflang-Angabe.
Jede Sprachversion braucht außerdem einen Hreflang-Tag, der auf sich selbst verweist. Dazu kommt am besten ein Fallback mit hreflang="x-default" für Nutzer, deren Sprache keiner Version zugeordnet werden kann.
Hreflang-Tags lassen sich im HTML-Head, in der Sitemap oder im HTTP-Header einbauen. Für die meisten Praxis-Websites ist der HTML-Head am einfachsten. Prüfe danach wie bei allen technischen SEO-Elementen in der Google Search Console, ob die Indexierung stimmt.
Hreflang gehört zu den Feinheiten der OnPage-Optimierung, die bei internationaler Ausrichtung den Unterschied machen. Wie mehrsprachiges SEO in Deine Gesamtstrategie passt, liest Du im Beitrag SEO für Ärzte.
Fazit
Hreflang-Tags brauchst Du nur, wenn Deine Praxis-Website in mehreren Sprachen existiert, etwa für internationale Patienten. Betreibst Du eine mehrsprachige Website, setze Hreflang-Tags korrekt ein. Dann zeigt Google jeder Zielgruppe die richtige Sprachversion und behandelt Deine Inhalte nicht als Duplicate Content.
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