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Maklersoftware für Immobilienmakler: welche Systeme Objekte auf die eigene Website bringen

· 14 Min. Lesezeit

Maklersoftware für Immobilienmakler: welche Systeme Objekte auf die eigene Website bringen

Jede Maklersoftware verwaltet Objekte. Kaum ein Immobilienmakler weiß dagegen aus dem Kopf, welchen Weg sein System auf die eigene Website anbietet und was dieser Weg kostet. Gemeint ist hier durchgehend Software für Immobilienmakler, nicht für Versicherungsmakler, die unter demselben Suchwort läuft.

Die großen Vergleiche zu Maklersoftware vergleichen Funktionen und Preise. Welchen Weg auf die eigene Website ein System anbietet, steht dort selten und nirgends vollständig. Dabei entscheidet genau das darüber, ob die Objekte eines Immobilienmaklers unter seiner Domain gefunden werden oder unter einer fremden.

Dieser Vergleich stellt 13 Systeme nebeneinander und fragt bei jedem dasselbe: Kommt ein Export heraus? Gibt es eine API? Was kostet der Zugang laut Dokumentation? Und was kann das Homepage-Modul des Anbieters? Jede Angabe stammt aus der offiziellen Dokumentation oder von der Preisseite des Herstellers, abgerufen im September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

ThemaKey Takeaway
Die KernaussageDie Maklersoftware ist selten das Problem. Fast jedes System liefert die Daten heraus. Entscheidend ist, was die Website daraus macht.
Sechs WegeiFrame, JS-Widget, WordPress-Plugin, OpenImmo-Export per FTP, API und das Homepage-Modul des Anbieters.
Was der Zugang kostetPropstack schreibt zur eigenen Schnittstelle, der direkte Zugriff koste „von unserer Seite nichts". onOffice hält in der Doku fest: „The API module is subject to a charge." JustImmo nennt keinen Betrag.
Homepage-Moduleilogu 19,99 Euro netto im Monat, nur mit Software-Paket. FLOWFACT 87 Euro netto je Lizenz im Monat plus 279 Euro netto Einrichtung. immoprofessional ab 69,95 Euro im Monat. Stand 9. September 2026.
Was „nicht dokumentiert" heißtBei fünf Systemen steht auf den öffentlichen Seiten kein Weg zur eigenen Website. Das heißt nicht, dass es keinen gibt. Es heißt, dass Sie danach fragen müssen.

Sechs Wege, wie Objekte aus der Maklersoftware auf die Website kommen

Alle Anbindungen einer Maklersoftware lassen sich auf sechs Wege zurückführen. Sie unterscheiden sich nicht im Aussehen, sondern in einer Frage: Wem gehört am Ende die Adresse der Objektseite?

Der iFrame. Ihre Seite öffnet ein Fenster, darin liegt eine Seite des Softwareanbieters. Objekttitel, Preis und Beschreibung stehen im Quelltext der fremden Domain. Eine eigene Objekt-URL entsteht nicht.

Das JS-Widget. Technisch eleganter, im Ergebnis verwandt. Ein Skript lädt die Objekte im Browser nach. Auch hier bleibt die Datenhoheit beim Anbieter.

Das WordPress-Plugin. Es importiert die Objekte in Ihre Datenbank. Jedes Objekt wird zu einem eigenen Inhalt mit eigener Adresse auf Ihrer Domain. Ob Titel, Beschreibung und strukturierte Daten stimmen, entscheidet die Einrichtung.

Der OpenImmo-Export per FTP. Die Maklersoftware legt einen Datensatz auf Ihrem Server ab, so wie sie ihn auch an ein Portal liefert. Was der Standard im Detail beschreibt, behandeln wir in einem eigenen Grundlagenbeitrag. Hier reicht: eine Datei mit Ihren Objektdaten, und sie gehört Ihnen.

Die API. Der direkte Zugriff auf den Datenbestand der Maklersoftware. Damit lassen sich Objekte in Echtzeit abrufen, filtern und in jede Seitenstruktur einbauen.

Das Homepage-Modul des Anbieters. Kein Weg zur eigenen Website, sondern eine zweite Website vom Hersteller der Maklersoftware selbst. Objekte und Seiten liegen im selben Vertrag.

Sechs Wege von der Maklersoftware auf die Website Sortiert nach der einzigen Frage, die zählt: Wem gehört die Objektseite? Objekte bleiben beim Anbieter iFrame Fremde Domain, keine eigene Objekt-URL. JS-Widget Wird im Browser nachgeladen. Homepage-Modul Website und Software im selben Vertrag. Objekte kommen auf Ihre Domain WordPress-Plugin Import als eigene Inhalte, eigene URL. OpenImmo-Export per FTP Rohdaten auf dem eigenen Server. API des Anbieters Direktzugriff auf den Datenbestand. Die Frage ist nicht, was die Software kann. Sie lautet: Wer setzt URL, Titel, Beschreibung und strukturierte Daten? Quelle: offizielle Dokumentation der Anbieter. Abgerufen 09/2026. AI

Die drei Wege links sind schnell eingerichtet. Die drei rechts kosten Arbeit und geben dem Immobilienmakler dafür die Kontrolle zurück. Welche Rolle das Portal daneben spielt, haben wir in Makler-Website oder ImmoScout24 durchgerechnet. Wie wir die Anbindung an eine Maklersoftware aufbauen, steht auf unserer Seite zu Websites für Immobilienmakler.

Maklersoftware im Vergleich: 13 Systeme und ihre Wege

Die Tabelle fasst zusammen, was die Hersteller der Maklersoftware selbst dokumentieren. „Ja" steht nur dort, wo eine offizielle Seite den Weg ausdrücklich nennt. „Nicht dokumentiert" heißt: Auf den geprüften öffentlichen Seiten steht dazu nichts. Es heißt nicht, dass der Weg fehlt.

SystemiFrameWidgetWP-PluginOpenImmo-ExportAPIHomepage-Modul
onOfficejanicht dokumentiertja, Hersteller-Pluginjaja, JSONja, smart site 2.0
Propstacknicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertjajanicht dokumentiert
FLOWFACTnicht dokumentiertnicht dokumentiertja, eigenes Website-Produktnicht dokumentiertjaja
JustImmonicht mehr erreichbarnicht dokumentiertnicht dokumentiertja, FTP-Feedja, HTTP-Authnicht dokumentiert
iloguja, ausdrücklichnicht dokumentiertnicht dokumentiertjanicht dokumentiertja, CMS-Modul
immoprofessionalnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertja, Import und Exportja, für ein Portalja, Website ist Teil der Software
estatePronicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiert
Immosolvenicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertoffene Schnittstelle genanntnicht dokumentiert
FIO WEBMAKLERnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiert
EverRealnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertkein Website-Modul genannt
EstateSuitenicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertjanicht dokumentiertnicht dokumentiert
Immoware24nicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiert
Propertybasenicht dokumentiertnicht dokumentiertnicht dokumentiertja, als Lizenznehmer gelistetnicht dokumentiertnicht dokumentiert

Zwei Muster fallen auf. Wer überhaupt eine Anbindung dokumentiert, dokumentiert fast immer OpenImmo oder eine API. Und die Systeme mit den größten Dokumentationslücken verkaufen häufig ein eigenes Website-Produkt. Kein Vorwurf, aber eine Beobachtung für den Vergleich vor Ihrem Auswahlgespräch.

Propstack und FLOWFACT: ein Haus, zwei Antworten

Beide Systeme gehören derselben Firma. Das Impressum von flowfact.de weist die Propstack GmbH als Betreiber aus, und die Startseite trägt im Fußbereich das Copyright derselben Firma. Für Immobilienmakler bei der Systemauswahl ist das relevant, weil zwei der bekanntesten Namen im Markt denselben Eigentümer haben. Nach außen geben beide Marken auf die Website-Frage sehr unterschiedliche Antworten.

Propstack dokumentiert zwei offene Wege. Der erste ist der bekannte: Die Website wird in der Software wie ein Portal behandelt. Der Hersteller schreibt, wer Objekte bisher über OpenImmo übertragen habe, könne das weiter tun, „dazu muss die Webseite lediglich als ‚Portal' in Propstack hinterlegt werden, und die Objekte werden genauso übertragen wie bei anderen Portalen".

Der zweite Weg ist für dieses Thema der interessantere. Zum direkten Zugriff auf die Schnittstelle steht dort: „Möchte man eine Webseite selber entwickeln und kein Openimmo Plugin nutzen, kann man jederzeit auf Propstacks API direkt zugreifen, was von unserer Seite nichts kostet, aber mit höherem Entwicklungsaufwand auf Ihrer Seite verbunden ist." Ein Anbieter, der den API-Zugang nicht extra berechnet, ist im Markt der Maklersoftware die Ausnahme. Für Neubauprojekte gibt es ohnehin nur diesen Weg. Die Doku ist eindeutig: „Die einzige Möglichkeit Immobilienprojekte auf die Webseite zu übertragen ist über unsere API."

Einen iFrame nennt die öffentliche Entwicklerdokumentation nicht, weder im Artikel zur Website-Anbindung noch im Inhaltsverzeichnis. Eine iFrame-Variante existiert, beschrieben ist sie aber nur in der Support-Wissensdatenbank, die für einen automatisierten Abruf gesperrt ist.

Wie weit Doku und Praxis auseinanderliegen können, zeigt eine Messung vom 9. September 2026. Ein Immobilienmakler aus Niedersachsen zeigt auf seiner WordPress-Seite sechs Immobilien mit Preisen, geliefert aus einem iFrame seiner Maklersoftware. Für Google existieren sie nicht. Die Detailseiten liegen auf der Software-Domain, deren robots.txt jeden Crawler mit Disallow: / abweist, und auf der eigenen Domain gibt es keine einzige Objektadresse. Die Stichprobe nach einem Objektnamen blieb auf beiden Domains ohne Treffer. Zwei dokumentierte Wege standen offen, gewählt wurde ein dritter. Das ist eine Entscheidung bei der Umsetzung, kein Fehler der Software.

FLOWFACT bewirbt stattdessen ein eigenes Website-Produkt. Statt einer offen dokumentierten Anbindung an fremde Websites steht dort eine fertige Immobilienwebsite: WordPress, gehostet beim Anbieter, sieben Templates zur Auswahl. Objekte aus der Maklersoftware erscheinen dort automatisch, Änderungen schlagen laut Hersteller direkt durch. Der Preis steht auf der Startseite: 87 Euro netto je Lizenz im Monat, dazu eine einmalige Einrichtungsgebühr von 279 Euro netto, Stand 9. September 2026. Zum Leistungsumfang heißt es, es gebe „keine versteckten Zusatzkosten für Anfragenmanagement, Schnittstellen, Speicherkapazitäten, Vertragsvorlagen". Eine API gibt es ebenfalls, der Hersteller verweist dafür auf eine eigene Entwicklerdomain.

Was fehlt, ist die Anleitung für den umgekehrten Fall. Wer FLOWFACT behalten und die Objekte auf einer selbst gebauten Website zeigen will, findet die technischen Artikel nur im Serviceportal hinter dem Login. Fragen Sie den Weg deshalb vor der Unterschrift schriftlich ab.

JustImmo: API per HTTP-Auth, selbst freigeschaltet

JustImmo beschreibt die Anbindung offen. Die Doku nennt drei Wege: ein PHP-SDK, die HTTP-API und einen FTP-Feed in Formaten wie OpenImmo. Zur API schreibt der Anbieter, sie liefere alles, was nötig sei, „to integrate realties into your existing website".

Angenehm ist für Immobilienmakler die Selbstbedienung. Die Authentifizierung läuft über HTTP-Auth, und den Zugang schaltet nicht der Support frei, sondern der Kunde selbst: in der Maklersoftware unter „more", dann „Exports", dann „Custom exports" und dort ein neuer API-Export. Benutzername und Passwort werden dabei automatisch vergeben. Wer eine Agentur beauftragt, erzeugt die Zugangsdaten also selbst.

Eine Einschränkung nennt die Dokumentation ausdrücklich: „The API is treated like any export in Justimmo and realties have to be booked in accordingly." Die Schnittstelle zählt wie jeder andere Export, und Objekte müssen dafür verbucht werden. Einen Betrag nennt die Doku nicht, die Preiskapitel beschreiben ausschließlich Preisfelder im Objektdatensatz. Klären Sie das vorab mit dem Anbieter.

Der frühere Einbettungsweg ist dagegen Geschichte. Die Subdomain, über die JustImmo einmal iFrames ausgeliefert hat, löst im Domain Name System nicht mehr auf.

ilogu: der iFrame als erklärte Notlösung

Selten sagt ein Hersteller von Maklersoftware so deutlich, wofür sein iFrame gedacht ist. Auf der Produktseite von ilogu steht wörtlich:

„Für Webseiten die über keine openimmo Schnittstelle verfügen, bieten wir einen iFrame an. Der iFrame kann farblich an die eigene Webseite angepasst werden."

Zwei Aussagen stecken darin. Der iFrame ist die Variante für Websites, die den ordentlichen Weg nicht können. Und die versprochene Anpassung an das eigene Design besteht aus der Farbe. Mehr behauptet der Anbieter gar nicht.

Daneben verkauft ilogu ein eigenes Homepage-Modul für 19,99 Euro netto im Monat, fällig erst mit der Veröffentlichung der Seite, Stand 9. September 2026. Der Anbieter schränkt selbst ein: „Nur in Verbindung mit einem unserer Maklersoftware Pakete!" Für Immobilienmakler heißt das: ein Vertrag für beides. Website und Maklersoftware hängen damit an einem Vertrag. Die Mindestlaufzeit beträgt zwölf Monate und verlängert sich auf 24 Monate, wenn Sie die Preisgarantie über fünf Jahre mitnehmen.

Zur Suchmaschinenoptimierung schreibt ilogu, im Modul seien „spezielle Vorgaben integriert um die Suchmaschinenoptimierung möglichst zu vereinfachen". Was das umfasst, führt die Seite nicht aus. Fragen Sie konkret nach Objekt-URL, Seitentitel, Beschreibung und Sitemap.

onOffice und die Systeme ohne dokumentierten Weg

Am kürzesten fasst es onOffice in der eigenen Produkt-FAQ zusammen. Immobilien lassen sich auf der Website einbinden, „z. B. per API, per FTP oder Iframe". Drei der sechs Wege in einem Satz. Die JSON-Schnittstelle ist dokumentiert, kostet aber extra: „The API module is subject to a charge." In der Paketübersicht steht „onOffice API" in der Merkmalsliste des Pakets all-in, nicht in der des Einstiegspakets pro. Dazu kommt der Homepage-Baukasten smart site 2.0, laut Onlinehilfe „a paid add-on module". Dieser Maklersoftware widmen wir einen eigenen Beitrag.

Bei fünf weiteren Systemen bleibt die Frage nach der Anbindung offen, aus einem einfachen Grund: Auf den öffentlichen Produktseiten steht nichts dazu.

  • estatePro aus der immowelt-Softwarefamilie beschreibt sich als Lösung für große Projekte. Zur eigenen Website, zu OpenImmo oder zu einer Schnittstelle steht dort nichts.
  • Immosolve richtet sich an die Wohnungswirtschaft und nennt einen Portal-Manager als Zusatzmodul sowie eine „offene Schnittstelle" für eigene Projekte. Welcher Standard dahintersteckt, sagt die Seite nicht.
  • FIO WEBMAKLER beschreibt die Veröffentlichung an Portale ausführlich. Der einzige Bezug zur Maklerwebsite ist ein Webformular.
  • Immoware24 zielt auf Hausverwaltungen, Banken und Eigentümer. Genannt werden Schnittstellen für Post und Bankverkehr, keine für Objektdaten.
  • EverReal listet Schnittstellen zu Auskunfteien und Bewertungsdiensten, ein Website-Modul steht nicht auf der Produktseite.

Zwei Systeme fallen positiv auf: EstateSuite nennt OpenImmo ausdrücklich, Propertybase steht in der Lizenznehmerliste des OpenImmo-Vereins.

Eine Dokumentationslücke ist kein Ausschlusskriterium, sondern eine Aufgabe: Lassen Sie sich den Weg benennen, bevor Sie eine Website planen.

Die Homepage-Module der Anbieter

Fast jeder größere Anbieter von Maklersoftware verkauft inzwischen auch eine Website. Diese Module lösen ein echtes Problem, denn die Objekte sind ohne Zutun sofort da. Die Übersicht gibt wieder, was die Hersteller selbst über ihre Module sagen.

ModulAnbieterWas der Anbieter beschreibtPreis laut offizieller Seite
smart site 2.0onOfficekostenpflichtiges Zusatzmodul, Objekte werden direkt aus der Software publiziert, die nötigen Links entstehen automatischnicht öffentlich ausgewiesen
CMS Homepage Moduliloguresponsives Design, Bearbeitung ohne Programmierkenntnisse, Keywords und Seitenbeschreibung im Backend pflegbar19,99 Euro netto im Monat, nur mit Software-Paket
FLOWFACT ImmobilienwebsiteFLOWFACTsieben Templates, WordPress-Hosting beim Anbieter, Portfolio in Sekunden live, automatische Aktualisierungkein Einzelpreis auf der Produktseite
Website als Teil der Softwareimmoprofessionalunbegrenzte Objektzahl, über 150 Portalschnittstellen, Import per CSV und OpenImmo, automatische SEO-Optimierungab 69,95 Euro im Monat, einmalig 0 Euro

Für kleine Büros von Immobilienmaklern sind diese Module eine ernsthafte Option. Drei Punkte sollten Sie vorher kennen.

Erstens das Design. Sie wählen aus Vorlagen. Eigene Typografie, eigenes Raster und eigene Bildwelten lassen sich darin abbilden, aber nur bis zur Grenze der Vorlage.

Zweitens die Kopplung. Bei ilogu steht ausdrücklich, dass das Modul nur zusammen mit einem Softwarepaket buchbar ist. Wer die Maklersoftware wechselt, wechselt dann auch die Website, und die Adressen der Objektseiten wechseln mit.

Drittens alles jenseits der Objekte. Ratgeberseiten für Eigentümer, Ortsseiten oder eine Karriereseite sind ein anderer Anspruch als eine Objektliste. Klären Sie zuerst, was Ihre Website tragen soll.

Was Export und API für Ihre Website bedeuten

Hier hört der übliche Vergleich von Maklersoftware auf. Ein Export ist noch keine Objektseite. Eine API ist noch keine Sichtbarkeit. Beides ist Rohstoff.

Daraus muss die Website sechs Dinge bauen. Eine eigene Adresse je Objekt, dauerhaft und lesbar. Titel und Beschreibung aus den Objektdaten, nicht aus einem Platzhalter. Strukturierte Daten, damit Suchmaschinen Objektart, Preis und Fläche zuordnen. Bilder in einem Format, das schnell ausgeliefert wird. Eine Regel für reservierte, verkaufte und zurückgezogene Objekte. Und einen Eintrag in der Sitemap.

Ein WordPress-Plugin erledigt diese Aufgaben innerhalb der Grenzen von WordPress. Es gibt Plugins, die das gut machen: eigene URLs, saubere Beschreibungen, vollständiges Markup. Wir haben Live-Websites von Immobilienmaklern geprüft, auf denen genau das ausgeliefert wird. Die Anbindung war dort sauber eingerichtet. Die Grenze liegt in der Abhängigkeit von Plugin, Theme und Updates, denn jede Anpassung passiert innerhalb dieser Kette.

Bei einer nativen Anbindung fällt diese Kette weg. Der Export oder die API wird direkt in das Projekt gebaut, bei uns mit Astro oder Next.js. Adresse, Titel, Beschreibung, Markup, Bildformate und die Regel für verkaufte Objekte sind dann Teil des Codes. Der Preis dafür ist Entwicklungszeit. Welche Schritte dabei anfallen, beschreiben wir unter Webdesign aus einer Hand.

Was der Anbindungsweg kostet

Zuerst die Einordnung. Was hier steht, sind Listenpreise der Software-Anbieter für den Zugang und für fertige Module. Das ist nicht der Preis der Website-Anbindung. Für die individuelle Anbindung an eine eigene Website gibt es keinen öffentlichen Marktpreis. Die Lizenz für die Maklersoftware bleibt außen vor, denn die zahlen Sie ohnehin.

Alle Beträge stammen von den offiziellen Seiten der Anbieter, abgerufen am 9. September 2026. ilogu, onOffice und FLOWFACT weisen ihre Preise ausdrücklich als Nettobeträge aus, bei immoprofessional und den beiden Plugin-Anbietern steht dazu nichts auf der Preisseite. Preise ändern sich, prüfen Sie sie vor einer Entscheidung nach.

WegÜber 36 MonateEinmalig
Homepage-Modul des Anbieters, Beispiel ilogu19,99 Euro mal 36 = 719,64 Eurokeine Einrichtungsgebühr dokumentiert
Website als Teil der Software, Beispiel immoprofessional69,95 Euro mal 36 = 2.518,20 Euro, enthält die komplette Website0 Euro laut Anbieter
Website-Produkt der Software, Beispiel FLOWFACT87,00 Euro mal 36 = 3.132,00 Euro je Lizenz279,00 Euro Einrichtung
WordPress-Plugin im Abo, Beispiel Frymo Pro49,00 Euro mal 36 = 1.764,00 Euro je Websitekeine dokumentiert
WordPress-Plugin als Lizenz, Beispiel WP-ImmoMakler PLUS (100 Objekte)keine laufenden Kosten dokumentiert1.499,00 Euro, optional 399,00 Euro Integrationsservice
API-Zugang bei Propstack0 Euro vom Anbieterkeine dokumentiert
API-Zugang bei onOfficeDifferenz zwischen den Paketen: 20,00 Euro je Nutzer und Monat mal 36 = 720,00 Euro je NutzerSetup je Unternehmen, Betrag nicht öffentlich
API-Zugang bei JustImmonicht beziffert, Objekte müssen wie für jeden Export verbucht werdennicht beziffert

Der onOffice-Wert braucht eine Fußnote. Er ist keine ausgewiesene Gebühr für die Schnittstelle, sondern die Differenz zwischen zwei Paketen, in deren größerem die API gelistet ist, und er vervielfacht sich mit jedem Nutzer. Dazu kommt eine Servicepauschale von 50 Euro im Monat je Unternehmen, die ab zehn Nutzern entfällt.

Die zweite Hälfte der Rechnung ist die Arbeitszeit. Dafür gibt es keine Preisliste, deshalb sind die folgenden Stunden angesetzt und nicht gemessen. Als Rechenanker dient die AGD-Honoraruntergrenze von 105 Euro netto je Stunde, die nach Angabe des Verbands für öffentliche Aufträge gilt.

WegAngesetzte StundenBei 105 Euro je Stunde
iFrame einbauen1 bis 2 (Annahme)105 bis 210 Euro
Homepage-Modul einrichten4 bis 8 (Annahme)420 bis 840 Euro
WordPress-Plugin einrichten, Felder zuordnen, Bilder testen, Fehlerfälle abfangen8 bis 20 (Annahme)840 bis 2.100 Euro
Native Anbindung mit eigener URL-Struktur, Titel, Beschreibung, Markup und Sitemap20 bis 40 (Annahme)2.100 bis 4.200 Euro

Die Zahlen rechts sind keine Angebote, sondern eine Größenordnung. Und die Gegenrechnung gehört dazu: Über drei Jahre kostet das günstigste Modul im Vergleich weniger als ein Tag Entwicklungsarbeit. Der Unterschied zwischen den Wegen steckt also nicht in der Lizenz Ihrer Maklersoftware, sondern in der Arbeitszeit. Im direkten Vergleich ist der iFrame an einem Vormittag eingebaut und gibt dafür jede eigene Objektadresse ab. Die native Anbindung kostet Arbeitstage und legt Adresse, Titel und Markup in Ihre Hand. Welche Positionen sonst in einem Angebot auftauchen, steht in was eine Makler-Website kostet.

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Fünf Fragen an Ihre Maklersoftware

Diese fünf Fragen klären in einem Telefonat mit dem Anbieter Ihrer Maklersoftware, was zwanzig Seiten Funktionsvergleich offenlassen. Stellen Sie sie, bevor Sie eine Website beauftragen.

1. Gibt es einen Export im OpenImmo-Format, und kann ich ein eigenes Ziel dafür anlegen? Wenn ja, kann jede Website die Daten empfangen, und Sie sind unabhängig. Fragen Sie zusätzlich nach Frequenz und Teilabgleichen.

2. Gibt es eine API, und was kostet der Zugang? Die Antworten unterscheiden sich stark. Einer berechnet nichts, ein anderer bindet die Schnittstelle an das größere Paket. Lassen Sie sich die Angabe schriftlich geben, samt Setup-Kosten.

3. Kommen die Bilder in voller Auflösung mit? Objektfotos sind das halbe Exposé. Klären Sie, ob die Maklersoftware Originalgrößen überträgt und ob es ein Limit je Objekt gibt.

4. Wie erreicht mich ein Statuswechsel? Reserviert, verkauft, zurückgezogen. Ihre Website muss davon erfahren, sonst bleiben tote Seiten stehen. Fragen Sie, ob der Status im Datensatz mitläuft oder das Objekt einfach aus dem Export verschwindet.

5. Was passiert, wenn ich die Software wechsle? Liegen die Objektseiten im Modul des Anbieters, wechseln mit der Maklersoftware auch die Adressen. Klären Sie vorher, wie ein Export Ihrer Daten aussieht und was Sie mitnehmen können.

Fazit: die Software ist selten das Problem

Fast jede Maklersoftware gibt die Objektdaten heraus. Sechs Systeme dokumentieren einen OpenImmo-Export selbst, ein siebtes steht in der Lizenznehmerliste des Vereins, fünf nennen eine API. Wo nichts dokumentiert ist, lohnt die Nachfrage statt der Vermutung. Das Nadelöhr liegt hinter der Schnittstelle, in der Anbindung an die Website.

Dort entscheidet sich, ob aus einem Datensatz eine Objektseite mit eigener Adresse, eigenem Titel und sauberem Markup wird oder ein Fenster auf eine fremde Domain. Diese Entscheidung hält länger als jeder Softwarevertrag.

Seit fast 30 Jahren bauen wir Websites, und Objektdaten landen bei uns direkt im eigenen Projekt, ohne Umweg über ein fremdes Fenster. Womit wir dabei für die Branche arbeiten, steht auf unserer Seite für Immobilienmakler und Hausverwaltungen.

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Häufige Fragen zur Maklersoftware

Welche Maklersoftware hat eine OpenImmo-Schnittstelle?

Einen Export im OpenImmo-Format dokumentieren onOffice, Propstack, JustImmo, ilogu, immoprofessional und EstateSuite. Propertybase steht in der Lizenznehmerliste des Vereins. Bei den übrigen geprüften Systemen stand dazu nichts.

Kostet der API-Zugang bei Maklersoftware extra?

Das hängt vom Anbieter ab. Propstack schreibt, der direkte Zugriff koste „von unserer Seite nichts". onOffice hält in der Doku fest: „The API module is subject to a charge." JustImmo nennt keinen Betrag, behandelt die Schnittstelle aber wie einen Export.

Reicht das Homepage-Modul meiner Maklersoftware?

Für die reine Darstellung oft ja. Grenzen liegen im Design, das aus Vorlagen kommt, und in der Vertragsbindung: Bei einem Anbieter ist das Modul nur mit einem Softwarepaket buchbar. Beim Wechsel wechseln dann auch die Objektadressen.

Was ist der Unterschied zwischen FLOWFACT und Propstack?

Beide Systeme gehören derselben Firma, das Impressum von flowfact.de weist die Propstack GmbH als Betreiber aus. Technisch dokumentiert Propstack den offenen Weg über OpenImmo und API. FLOWFACT bewirbt öffentlich vor allem ein eigenes Website-Produkt auf WordPress-Hosting.

Was ist der Unterschied zwischen iFrame und OpenImmo-Export?

Beim iFrame bleiben die Objektdaten auf der Domain des Anbieters, Ihre Seite zeigt sie nur an. Beim OpenImmo-Export liegen die Daten auf Ihrem Server, und Ihre Website erzeugt daraus eigene Objektseiten.

Kann ich als Immobilienmakler die Software behalten und nur die Website wechseln?

In der Regel ja, sofern Ihre Maklersoftware einen Export oder eine API bietet. Die Objektdaten bleiben im System, nur der Empfänger ändert sich. Anders liegt es, wenn Ihre Website ein Modul des Anbieters ist.

Quellen

  1. onOffice, Immobiliensoftware, Einbindung „per API, per FTP oder Iframe", Paketübersicht und Servicepauschale, abgerufen am 09.09.2026: onoffice.com
  2. onOffice, API-Dokumentation, „The API module is subject to a charge.", abgerufen am 09.09.2026: apidoc.onoffice.de
  3. onOffice, Enterprise-Hilfe zu smart site 2.0, „a paid add-on module", abgerufen am 09.09.2026: de.enterprisehilfe.onoffice.com
  4. Propstack, Dokumentation zur eigenen Webseite, OpenImmo als Portal, API-Zugriff und Immobilienprojekte, abgerufen am 09.09.2026: docs.propstack.de
  5. FLOWFACT, Startseite mit Lizenzpreis und Einrichtungsgebühr, abgerufen am 09.09.2026: flowfact.de
  6. FLOWFACT, Webseiten und Hosting, sieben Templates und WordPress-Hosting, abgerufen am 09.09.2026: flowfact.de
  7. FLOWFACT, Integrationen, Hinweis auf die API und die Entwicklerdokumentation, abgerufen am 09.09.2026: flowfact.de
  8. FLOWFACT, Impressum mit Angabe der Propstack GmbH, abgerufen am 09.09.2026: flowfact.de
  9. Justimmo, API-Dokumentation, PHP-SDK, HTTP-API und FTP-Feed, abgerufen am 09.09.2026: api-docs.justimmo.at
  10. Justimmo, API-Referenz, HTTP-Auth, Selbstfreischaltung und Buchungshinweis, abgerufen am 09.09.2026: api-docs.justimmo.at
  11. ilogu, Responsive Homepage CMS, iFrame-Angabe, Modulpreis und Laufzeiten, abgerufen am 09.09.2026: ilogu.de
  12. immoprofessional, Immobilienmakler-Homepage, Preis ab 69,95 Euro, abgerufen am 09.09.2026: immoprofessional.com
  13. immoprofessional, Schnittstellen der Immobilienwebseite, OpenImmo-Import und -Export, abgerufen am 09.09.2026: immoprofessional.com
  14. immowelt-software, Produktseite estatePro, abgerufen am 09.09.2026: immowelt-software.de
  15. Immosolve, Startseite, Portal-Manager und offene Schnittstelle, abgerufen am 09.09.2026: immosolve.de
  16. FIO SYSTEMS, FIO WEBMAKLER, Portalveröffentlichung und Webformular, abgerufen am 09.09.2026: fio.de
  17. EverReal, Maklersoftware, genannte Schnittstellen, abgerufen am 09.09.2026: everreal.co
  18. EstateSuite, OpenImmo-Schnittstelle, abgerufen am 09.09.2026: estatesuite.de
  19. Immoware24, Startseite, Zielgruppe und genannte Schnittstellen, abgerufen am 09.09.2026: immoware24.de
  20. OpenImmo e.V., Liste der Lizenznehmer, abgerufen am 09.09.2026: openimmo.de
  21. Frymo, Preise für das WordPress-Plugin, abgerufen am 09.09.2026: frymo.de
  22. WP-ImmoMakler, Shop mit Lizenzpreisen und Integrationsservice, abgerufen am 09.09.2026: wp-immomakler.de
  23. AGD Allianz Deutscher Designer, Honoraruntergrenzen bei öffentlichen Aufträgen, Beitrag vom 28.03.2024: agd.de

Letzte Aktualisierung: September 2026

Sven Huchel
Über den Autor

Sven Huchel

Geschäftsführer & Creative Director

Seit 2005 entwickelt Sven Websites, Brandings und digitale Strategien für Unternehmen im deutschsprachigen Raum. TÜV-zertifiziert für Verkaufspsychologie. Spezialisiert auf verkaufspsychologisch optimierte Websites für Ärzte, Anwälte und Unternehmer.

+49 (0) 2435 4209712 · info@huchel-medienagentur.de

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