OpenImmo für Immobilienmakler: Objekte aus der Maklersoftware auf die eigene Website
OpenImmo für Immobilienmakler: Objekte aus der Maklersoftware auf die eigene Website
OpenImmo ist der Standard, über den Immobilienmakler ihre Objekte aus der Maklersoftware auf die eigene Website bekommen. Die Daten sind längst da. Sie liegen gepflegt im System: Preise, Flächen, Ausstattung, Energieausweis, Bilder. Auf der eigenen Website stehen sie trotzdem oft nicht. Oder sie stehen dort als Fremdinhalt, den jemand anderes ausliefert.
Genau hier entscheidet sich, ob die eigene Website ein Kanal ist oder ein Schaufenster ohne Ware. Denn die Frage, wie ein Objekt auf die Seite kommt, zieht drei weitere nach sich. Wem gehört die Adresse der Objektseite? Wer bestimmt Titel und Beschreibung? Und was findet Google, wenn jemand nach einer Immobilie in Ihrer Stadt sucht?
Dieser Beitrag erklärt den Standard, den Transportweg und die drei Wege auf die Website. Jede Zahl steht mit ihrer Quelle daneben. Die Grundlagen unserer Arbeit für diese Branche stehen auf unserer Seite Website für Immobilienmakler.
Das Wichtigste in Kürze
| Thema | Key Takeaway |
|---|---|
| Was OpenImmo ist | Eine Datensatzbeschreibung, keine Schnittstelle. Der Verein schreibt wörtlich, es handle sich „NICHT! um eine Schnittstelle, sondern über eine Datensatzbeschreibung". |
| Wer dahintersteht | Der Verein zur Förderung des Datenaustausches in der Immobilien-Wirtschaft e.V. Die Initiative konstituierte sich 2001. Aktuelle Version 1.2.7d, auf der Download-Seite ausgewiesen mit Stand Juni 2026. |
| Was es kostet | Für Ihre Website nichts. Der Verein hält fest: „Eine Lizenz ist nicht zwingend nötig." Auch Dienstleister, die für Immobilienmakler eine Homepage bauen, brauchen keine. |
| Die drei Wege | iFrame oder Widget, WordPress-Plugin mit OpenImmo-Import, native Anbindung. Der Unterschied liegt darin, wem die Objekt-URL gehört. |
| Was Google sagt | Zur Zuordnung von iFrame-Inhalten zur einbettenden Seite heißt es in den Office Hours vom Dezember 2023: „it's not guaranteed". |
Was OpenImmo ist, und was es ausdrücklich nicht ist
OpenImmo beschreibt, wie ein Immobiliendatensatz im XML-Format aufgebaut sein muss. Mehr nicht. Und genau das ist der Punkt, an dem die meisten Gespräche schiefgehen.
Der Verein selbst wird deutlich. Auf der Seite zum Prinzip des Einsatzes steht wörtlich: „Wie Sie der Beschreibung entnehmen, handelt es sich bei OpenImmo NICHT! um eine Schnittstelle, sondern über eine Datensatzbeschreibung." An anderer Stelle stellt er es noch schärfer voran:
- OpenImmo ist keine Software.
- OpenImmo ist keine Schnittstelle.
- OpenImmo ist kein eigenständiges Portal.
- OpenImmo empfängt keine Daten und leitet auch keine Daten weiter.
In den elf häufigen Fragen zieht der Verein den Vergleich selbst: OpenImmo sei „vergleichbar mit einer Nutzungsanleitung oder einer Datenbankbeschreibung". Wer nach der OpenImmo-Schnittstelle sucht, sucht deshalb nach etwas, das der Standard gar nicht mitliefert. Die Schnittstelle ist immer Arbeit, die jemand bauen muss.
Getragen wird der Standard vom Verein zur Förderung des Datenaustausches in der Immobilien-Wirtschaft e.V. Die OpenImmo Initiative hat sich nach eigener Darstellung 2001 konstituiert, „um einen gemeinsamen Standard für den Austausch von Immobiliendaten im Internet zu erstellen". Nach eigenen Angaben stehen heute über 30 Fördermitglieder dahinter, die Beschreibung wurde über 12.000 mal heruntergeladen, und mehrere hundert Firmen in Europa arbeiten damit.
Die aktuelle Version trägt die Nummer 1.2.7d. Der Verein weist sie auf der Download-Seite mit Stand Juni 2026 aus. Anlass war eine Ergänzung zum Energieausweis im Mai 2026. Eine Nachfolgeversion ist seit Jahren angekündigt: Der Verein spricht von der „kommenden Einführung" einer OpenImmo 2.0 REST-API, ohne ein Datum zu nennen.
Kosten entstehen für den Standard selbst keine. Der Verein schreibt: „Eine Lizenz ist nicht zwingend nötig." Und weiter: „Dienstleister die z.B. für einen Immobilienmakler eine ‚Homepage' erstellen können OpenImmo auch ohne Lizenz einsetzen." Wenn Ihnen jemand OpenImmo als kostenpflichtiges Produkt verkauft, verkauft er Ihnen die Umsetzung, nicht den Standard.
Wie ein Objekt aus der Maklersoftware auf die Website kommt
Der Weg ist banaler, als der Name vermuten lässt. Er besteht aus einer XML-Datei, einem ZIP-Archiv und einem FTP-Zugang.
Der Verein beschreibt den Ablauf so: „Ein OpenImmo Datensatz wird aus einer Software exportiert. Die XML Datei wird zumeist zusammen mit den Bildern in eine Datei im ‚ZIP' Format gepackt." Bei reinen Onlineprodukten kommen die Bilder einzeln vom Server des Softwareanbieters. Danach folgt der Transport: „Die OpenImmo Datei wird anschliessend mittels des FTP Protokolls auf einen anderen Server übertragen."
Und dann kommt der Satz, auf den es für Immobilienmakler ankommt. Das Ziel sei „z.B. ein Vermarktungsportal oder der Server auf den die eigenen Internetseiten liegen". Der Standard sieht die eigene Website also ausdrücklich als gleichwertiges Ziel neben dem Portal.
In der sendenden Maklersoftware lassen sich in der Regel mehrere FTP-Ziele verwalten, jedes mit eigenen Zugangsdaten. Ein Objekt, ein Datensatz, mehrere Ausgänge. Die Doppelpflege von Hand ist damit technisch nicht mehr nötig.
Zwei Betriebsarten sind üblich. Beim Teilabgleich laufen nur geänderte Daten durch, beim Vollabgleich der komplette Objektbestand. Der Plugin-Hersteller immonex beschreibt den Vollabgleich als „nur in Ausnahmefällen notwendig bzw. sinnvoll". Wer ihn zum Dauerzustand macht, verlängert jeden Importlauf ohne Gegenwert.
Ob das Portal neben der eigenen Website nötig bleibt, ist eine andere Frage. Sie steht in unserem Vergleich Makler-Website oder ImmoScout24. Hier geht es nur um den Weg der Daten.
Welche Daten OpenImmo überträgt
Rund 300 mögliche Angaben. Zwingend sind ungefähr fünfzehn Pflichtfelder. So steht es in den elf Fragen des Vereins: „Insgesamt finden sich ca. 300 mögliche Angaben. […] Zwingend sind lediglich ca. 15 Felder." Der Lizenztext auf der Download-Seite bestätigt die Größenordnung mit „über 300 möglichen Merkmalen".
Diese Spanne erklärt, warum eine Anbindung nie ein reines Kopieren ist. Zwischen Pflichtfeldern und dreihundert Möglichkeiten liegt die Entscheidungsarbeit: Was zeigen Sie auf der Objektseite, und was lassen Sie weg? Der Verein gruppiert die Felder in Kategorien. Die folgende Tabelle übersetzt seine offizielle englische Auflistung:
| Feldgruppe | Was darin steckt |
|---|---|
| Objektart | Haus, Wohnung, Eigentumswohnung, Büro, Ladenlokal und weitere |
| Vermarktungsart | Kauf, Miete, Pacht |
| Geodaten | Straße, Postleitzahl, Ort |
| Preise | Kauf- und Mietpreise, Nebenkosten, Provision |
| Flächen | Wohnfläche, Nutzfläche, Balkon und weitere |
| Ausstattung | Wohnraum, Bad, Haus, Gewerbeflächen |
| Haustechnik | Heizung, Kühlung, Netze |
| Zustand | Sanierungs- und Renovierungsstand |
| Verwaltung | Angaben zur Verwaltung von Gebäude und Fläche |
| Freitexte | Beschreibungstexte für Objekt, Lage und Ausstattung |
| Anhänge | Bilder, PDF, Video |
| Kontaktdaten | Angaben zum Immobilienmakler |
| Benutzerdefinierte Felder | Angaben, die in keiner anderen Gruppe vorkommen |
Der Energieausweis ist ein eigener Fall. Mit der Ausgabe vom Mai 2026 hat der Verein das XML-Schema um das Element primaerenergiebedarf vom Typ xsd:float und um den Wert 2026 im Element Jahrgang ergänzt. Das ist mehr als eine technische Fußnote. Die Pflichtangaben, die § 87 GModG für Immobilienanzeigen vorschreibt, führt OpenImmo damit als eigene Schema-Elemente mit. Ob sie am Ende auf der Objektseite ankommen, ist eine Frage der Umsetzung, nicht des Standards.
Einen Rückweg kennt OpenImmo ebenfalls. Anfragen laufen laut Verein „form portals back to software tools as an XML Feedback Attachment in an E-Mail". Der Softwareanbieter Justimmo dokumentiert den Ablauf im Detail. Wichtig ist die Grenze. Das Feedback-XML führt vom Portal zur Maklersoftware, nicht von Ihrer Website in Ihr CRM. Wer Anfragen von der eigenen Seite direkt als Datensatz im System haben will, braucht die API des Softwareanbieters.
Drei Wege auf die Website, und was Google jeweils sieht
Zwischen den drei Wegen liegt kein Designunterschied. Dazwischen liegt die Frage, wem die Objektadresse gehört.
| Weg | Wo die Objektdaten liegen | Eigene Objekt-URL | Wer Title und Meta-Description setzt | Design | Abhängigkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| iFrame oder Widget | auf der Domain des Anbieters | in unserer Messung keine | der fremde Anbieter | vom Anbieter vorgegeben | vollständig |
| WordPress-Plugin | importiert in die eigene Datenbank | ja, je Objekt eine | Plugin plus Einrichtung | im Rahmen des Themes | Plugin, Theme, Updates |
| Native Anbindung | im eigenen Projekt, aus OpenImmo-Export oder API | ja, frei festlegbar | Sie selbst | frei | eigener Code |
Weg eins, der iFrame oder das Widget. Die Objekte liegen weiter beim Anbieter und werden in Ihre Seite eingeblendet. Das ist schnell eingerichtet, es entsteht aber nichts Neues: keine eigene Objektseite, keine eigene Adresse, keine eigenen Meta-Daten. Der Softwareanbieter ilogu bietet einen iFrame ausdrücklich „für Webseiten die über keine openimmo Schnittstelle verfügen" an. Das beschreibt die Rolle gut: eine Nachrüstung.
Weg zwei, das WordPress-Plugin mit OpenImmo-Import. Hier werden die Objekte in Ihre Website importiert und bekommen eigene URLs auf Ihrer Domain. Das funktioniert oft gut. Wir haben mehrere Live-Websites geprüft, auf denen Objektseiten mit eigener Adresse, individueller Meta-Description und vollständigem strukturierten Markup ausgeliefert werden. Ob Objekte indexiert und gefunden werden, entscheidet also die Einrichtung, nicht das Plugin. Gelöst wird die Aufgabe dabei innerhalb der WordPress-Grenzen, im Rahmen von Theme, Updates und Plugin-Abhängigkeiten.
Weg drei, die native Anbindung. Der OpenImmo-Export oder die API des Anbieters wird direkt in die Website gebaut. Adresse, Titel, Beschreibung, strukturierte Daten, Bildgrößen und die Regel für verkaufte Objekte liegen dann im eigenen Projekt. Der Preis dafür ist Entwicklungsarbeit.
Was der iFrame kostet
Google äußert sich zu iFrames selbst. Der Satz ist nüchterner, als beide Lager gern behaupten. In den SEO Office Hours vom Dezember 2023 beantwortete John Mueller die Frage, ob es Meta-Tags braucht, damit iFrame-Inhalte der einbettenden Seite zugeordnet werden:
„Let's assume a primary page is embedding a sub-page with an iframe element. In general, our systems would try to associate the sub-page's content as a part of the primary page for indexing, but it's not guaranteed, since both pages are normal HTML pages on their own too."
Auf Deutsch: Google versucht die Zuordnung, garantiert sie aber nicht, weil beide Seiten für sich genommen normale HTML-Seiten sind. Erzwingen lässt sie sich mit noindex plus indexifembedded auf der eingebetteten Seite. Nur: Diese Regel setzt der Anbieter der eingebetteten Seite, nicht Sie.
„iFrame-Inhalte werden nicht indexiert" ist demnach falsch. Der belegbare Satz lautet anders: Die Zuordnung zur eigenen Seite ist nicht garantiert, und in unseren Messungen fehlte die eigene Objekt-URL komplett. Wir haben am 9. September 2026 mehrere Websites von Immobilienmaklern per Abruf des Quelltextes geprüft. Vier Befunde stehen stellvertretend.
Fall 1, sechs Objekte, die Google nicht sieht. Ein Immobilienmakler aus Niedersachsen betreibt eine WordPress-Website und lädt seine Objekte über einen iFrame seiner Maklersoftware Propstack nach. Auf der Angebotsseite stehen sechs Immobilien mit Preisen. Im Quelltext der Makler-Domain steht davon nichts, kein Objekttitel und kein Preis. Die Detailseiten laufen auf der Domain der Software, und deren robots.txt sperrt mit Disallow: / jeden Crawler aus. Eine Suche nach dem Namen eines dieser Objekte lieferte auf beiden Domains null Treffer. Eine eigene Objekt-URL gibt es nicht. Das ist keine Schwäche der Software: Ihre Dokumentation nennt den OpenImmo-Weg und den direkten API-Zugriff, den der Hersteller mit „was von unserer Seite nichts kostet" beziffert. Der iFrame war eine Entscheidung bei der Umsetzung.
Fall 2, Widget statt eigener Seiten. Ein Immobilienmakler aus Nordrhein-Westfalen betreibt eine Baukasten-Website und lädt seine Objekte über ein Portal-Widget nach. Ergebnis: keine einzige eigene Objekt-URL, nur eine Container-Seite, im HTML weder Objekttitel noch Preis. Die Objektlinks zeigen auf das Profil im Portal. Die Meta-Description ist der Standardtext des Baukastens: „Meine Homepage". Kein Canonical, keine strukturierten Daten.
Fall 3, Plugin richtig, Einrichtung nicht. Ein zweiter Immobilienmakler aus Nordrhein-Westfalen nutzt WordPress mit einem Plugin des Softwareanbieters. Die Objekte haben eigene Adressen, so weit gut. Auf drei von drei geprüften Objektseiten stand als Meta-Description jedoch ein unaufgelöster Platzhalter aus der Plugin-Konfiguration. In der Sitemap fand sich keine einzige Objekt-URL.
Fall 4, abgelaufene Objekte ohne Regel. Ein Immobilienmakler aus Rheinland-Pfalz liefert abgelaufene Objekt-URLs weiterhin mit dem Status 200 aus, gefüllt mit dem Inhalt der Archivseite und einem Canonical auf die Übersicht. Statt eines sauberen 404 oder 410 wächst so eine Sammlung inhaltsgleicher Seiten.
Zur Sitemap formuliert Google zurückhaltend: „submitting a sitemap is merely a hint: it doesn't guarantee that Google will download the sitemap or use the sitemap for crawling URLs on the site." Eine Sitemap ohne Objekt-URLs ist deshalb ein schlechtes Zeichen, eine Sitemap mit Objekt-URLs noch kein fertiger Zustand.
Keiner dieser Fälle spricht gegen WordPress. Fall 1 und 2 zeigen, was passiert, wenn Objekte gar nicht auf der eigenen Domain entstehen. Fall 3 und 4 zeigen, dass die Einrichtung die eigentliche Arbeit ist.
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Welche Maklersoftware welchen Weg anbietet
Die Anbieter sagen selbst, welche Wege sie unterstützen. Die folgenden Angaben stammen ausschließlich aus ihrer offiziellen Dokumentation, abgerufen im September 2026.
onOffice beantwortet die Frage in der eigenen Produkt-FAQ direkt. Objekte lassen sich auf der Website einbinden, „z. B. per API, per FTP oder Iframe". Damit nennt der Hersteller alle drei Stufen nebeneinander. Die JSON-API ist dokumentiert, in der Doku steht dazu: „The API module is subject to a charge."
Propstack dokumentiert zwei Wege. Erstens die OpenImmo-Übertragung, bei der die eigene Website als Portal hinterlegt wird. Zweitens den direkten Zugriff auf die API, der laut Anbieter „von unserer Seite nichts kostet, aber mit höherem Entwicklungsaufwand auf Ihrer Seite verbunden ist". Ein iFrame-Weg steht in der abgerufenen Dokumentation nicht.
FLOWFACT gehört laut Impressum zur Propstack GmbH. Das Serviceportal mit den technischen Anleitungen ist nicht öffentlich zugänglich. Fragen Sie den Weg deshalb ab, bevor Sie ein Website-Projekt starten.
JustImmo stellt eine HTTP-API bereit, ausdrücklich, um „realties into your existing website" zu integrieren. Die Authentifizierung läuft über HTTP-Auth, die Zugangsdaten legt der Kunde in den Export-Einstellungen selbst an. Zusätzlich nennt die Dokumentation FTP-Feeds in Standards wie OpenImmo.
ilogu bietet neben dem eigenen Homepage-Modul einen iFrame an, mit klarer Zweckangabe: „Für Webseiten die über keine openimmo Schnittstelle verfügen, bieten wir einen iFrame an."
Welchen Weg die einzelnen Systeme im Detail unterstützen und was der API-Zugang jeweils voraussetzt, nehmen wir uns in einem eigenen Vergleich vor.
Was die Anbindung wirklich bedeutet, und was die Doppelpflege kostet
Der Import ist kein Knopfdruck. Er ist ein Prozess, der Zeit, Speicher und eine Überwachung braucht.
Kein System benennt die dreihundert Angaben gleich, also verlangt jede Feldzuordnung eine Entscheidung. Bilder und Exposés laufen erst nach Testläufen sauber durch. Beim Energieausweis muss jeder Wert am richtigen Platz ankommen. Und für ein Objekt, das reserviert, verkauft oder zurückgezogen wird, muss die Regel vor dem ersten Import feststehen. Der Plugin-Hersteller immonex beschreibt aus der Praxis, dass schon „zehn Objekte mit jeweils drei oder vier Fotos" beim Import „eine geschlagene halbe Stunde (oder sogar noch länger)" brauchen können. Als Engpass nennt er Laufzeit und Speicher der PHP-Prozesse beim Skalieren von Bildmaterial. Das ist die Laufzeit eines Imports, nicht die Ladezeit Ihrer Website. Es zeigt aber: Ein Objektbestand gehört überwacht. Wie so ein Projekt bei uns abläuft, lesen Sie unter Webdesign aus einer Hand.
Dem steht der Aufwand gegenüber, den die Doppelpflege heute bindet. Dafür gibt es eine belegte Ausgangszahl. Das Statistische Bundesamt weist für den Wirtschaftsabschnitt Grundstücks- und Wohnungswesen für 2025 Arbeitskosten von 47,50 Euro je geleistete Stunde aus. Das ist kein Stundenlohn, sondern der Betrag, den eine Arbeitsstunde den Arbeitgeber inklusive Lohnnebenkosten kostet. Rechnen Sie damit nach: Wie viele Stunden im Monat pflegt Ihr Büro Objekte ein zweites Mal von Hand ein?
Die folgende Rechnung setzt zwei Werte, damit eine Größenordnung entsteht.
| Position | Wert | Status |
|---|---|---|
| Objekte im Monat, neu oder geändert | 12 | Annahme. Setzen Sie Ihre eigene Zahl ein. |
| Zweite manuelle Erfassung je Objekt | 20 Minuten | Annahme. Rund 15 Pflichtangaben, Freitexte, Preise, Flächen, Energieausweis, Bilder. |
| Statusänderungen je Objekt: reserviert, verkauft, zurückgezogen | 5 Minuten | Annahme. |
| Aufwand im Monat | 12 mal 25 Minuten = 5 Stunden | Rechnung |
| Aufwand im Jahr | 60 Stunden | Rechnung |
| Arbeitskosten im Jahr | 60 mal 47,50 Euro = 2.850 Euro | eine belegte Zahl, zwei Annahmen |
| Umgerechnet in Agenturstunden zur AGD-Untergrenze von 105 Euro | rund 27 Stunden | Rechnung |
Zwei Zahlen dieser Rechnung sind gesetzt, nicht gemessen: die Objektzahl und die Minuten je Objekt. Setzen Sie Ihre eigenen Werte ein, der Rechenweg bleibt derselbe. Die AGD-Untergrenze gilt nach eigener Aussage für öffentliche Aufträge. Sie dient hier als Rechenanker, nicht als Preis für Ihr Projekt.
Der Punkt der Rechnung ist keine Ersparnis, sondern eine Verlagerung: Wiederkehrende Handarbeit wird zu einmaliger Einrichtung. Was eine Anbindung tatsächlich kostet, hängt an Software, Feldern und Fehlerfällen. Einen öffentlichen Marktpreis dafür gibt es nicht. Welche Positionen in einem Angebot auftauchen sollten, haben wir aufgeschrieben: was eine Makler-Website kostet.
Welcher Weg zu welchem Maklerbüro passt
Die Frage ist nicht, welcher Weg der beste ist. Die Frage ist, worauf Sie verzichten können.
| Ihre Ausgangslage | iFrame oder Widget | WordPress-Plugin | Native Anbindung |
|---|---|---|---|
| Objekte sollen unter der eigenen Domain gefunden werden | nein, es entsteht keine eigene Objekt-URL | ja, bei sauberer Einrichtung | ja |
| Objektseiten sollen im eigenen Design laufen | nein, das Layout kommt vom Anbieter | im Rahmen des Themes | ja, frei gestaltbar |
| Wenige Objekte, die Website ist eine Visitenkarte | tragbar | möglich | überdimensioniert |
| Verkaufte und abgelaufene Objekte sollen sauber behandelt werden | nicht steuerbar | Einrichtungssache | im eigenen Projekt geregelt |
| Anfragen von der Website sollen im CRM landen | nein | vom Plugin abhängig | über die API des Anbieters |
| Der Objektbestand wächst und die Suche soll filtern können | nicht steuerbar | vom Plugin abhängig | frei umsetzbar |
Wer eine Handvoll Objekte zeigt und die Website als Visitenkarte versteht, fährt mit einem Widget vorerst durch. Wer Eigentümer über Google erreichen will, braucht eigene Objektseiten. Ob die aus einem Plugin oder aus einer nativen Anbindung kommen, hängt vom Anspruch an Design, Tempo und Kontrolle ab. Und wer heute schon eigene Objektadressen mit eigenen Beschreibungen ausliefert, muss gar nichts wechseln.
Fazit: der Standard ist frei, die Arbeit liegt im letzten Meter
OpenImmo ist seit 2001 gesetzt, kostet Sie nichts und beschreibt die Objektdaten vollständig genug für jede Website. Der Transportweg über XML, ZIP und FTP ist geklärt, und der Verein nennt den eigenen Webserver ausdrücklich als Ziel.
Der Unterschied entsteht auf dem letzten Meter. Ein iFrame zeigt Objekte, erzeugt aber keine eigene Adresse. Ein Plugin erzeugt sie und stellt die Einrichtungsfrage. Eine native Anbindung legt Adresse, Inhalt und Auslieferung in Ihr Projekt. Prüfen Sie Ihren Bestand an drei Fragen: Hat jedes Objekt eine eigene URL? Steht dort eine eigene Beschreibung? Und was passiert mit einem Objekt, wenn es verkauft ist?
Wir bauen Websites seit fast 30 Jahren und binden Objektdaten direkt in das eigene Projekt ein. Was dazugehört, zeigen wir unter Webdesign für Immobilienmakler und Hausverwaltungen.
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Häufig gestellte Fragen zu OpenImmo
Was ist OpenImmo?
OpenImmo ist ein Standard für den Austausch von Immobiliendaten im XML-Format. Er beschreibt, wie ein Objektdatensatz aufgebaut sein muss, damit Maklersoftware, Portale und Websites ihn lesen können. Getragen wird er von einem Verein, dessen Initiative sich 2001 konstituiert hat.
Ist OpenImmo eine Schnittstelle?
Nein. Der Verein schreibt wörtlich, es handle sich „NICHT! um eine Schnittstelle, sondern über eine Datensatzbeschreibung". Die Schnittstelle muss jeweils die Maklersoftware auf der einen und die Website auf der anderen Seite mitbringen.
Was ist OpenImmo XML?
Die Objektdaten werden als XML-Datei nach der OpenImmo-Beschreibung exportiert. Diese Datei wird meist zusammen mit den Bildern in ein ZIP-Archiv gepackt und per FTP an das Ziel übertragen. Ziel kann ein Portal oder der eigene Webserver sein.
Brauche ich als Immobilienmakler eine OpenImmo-Lizenz?
Nein. Der Verein hält fest: „Eine Lizenz ist nicht zwingend nötig." Auch Dienstleister, die für einen Immobilienmakler eine Homepage erstellen, dürfen OpenImmo ohne Lizenz einsetzen. Kosten entstehen für die Umsetzung, nicht für den Standard.
Reicht ein iFrame, um Objekte auf der eigenen Website zu zeigen?
Für die reine Darstellung ja. Für eigene Objektseiten nicht. In unseren Messungen an iFrame- und Widget-Websites gab es keine einzige eigene Objekt-URL, keinen Objekttitel im HTML und keine eigene Meta-Description.
Sieht Google Objekte im iFrame?
Google versucht laut eigener Aussage, den Inhalt der eingebetteten Seite der einbettenden Seite zuzuordnen, garantiert das aber nicht, weil beide Seiten eigenständige HTML-Seiten sind. Die pauschale Aussage, iFrames würden nicht indexiert, ist falsch.
Überträgt OpenImmo die Angaben zum Energieausweis?
Ja. Seit der Ausgabe vom Mai 2026 enthält das Schema das Element primaerenergiebedarf und den Jahrgang 2026. Ob die Angaben auf der Objektseite ausgegeben werden, entscheidet die Umsetzung auf der Website.
Gibt es OpenImmo schon als REST-API?
Nein. Der Verein spricht auf seiner Seite zu den Nutzungsbedingungen von der „kommenden Einführung" einer OpenImmo 2.0 REST-API und arbeitet dafür an einem neuen Lizenzmodell. Ein Veröffentlichungsdatum nennt er nicht.
Quellen
- OpenImmo e.V., Startseite, Vereinsname, Gründung der Initiative 2001, über 30 Fördermitglieder, über 12.000 Downloads, abgerufen am 09.09.2026: openimmo.de
- OpenImmo e.V., Das Prinzip des Einsatzes, „NICHT! um eine Schnittstelle", ZIP und FTP, eigener Webserver als Ziel, abgerufen am 09.09.2026: openimmo.de
- OpenImmo e.V., Ein Verzeichnis der Themen, Abgrenzung des Standards, abgerufen am 09.09.2026: openimmo.de
- OpenImmo e.V., 11 Fragen, ca. 300 Angaben und ca. 15 Pflichtfelder, Kostenfrage, abgerufen am 09.09.2026: openimmo.de
- OpenImmo e.V., Nutzungsbedingungen, „Eine Lizenz ist nicht zwingend nötig", angekündigte REST-API, abgerufen am 09.09.2026: openimmo.de
- OpenImmo e.V., Download, Version 1.2.7d mit Stand Juni 2026, „über 300 möglichen Merkmalen", abgerufen am 09.09.2026: openimmo.de
- OpenImmo e.V., Energieausweis 2026, Element primaerenergiebedarf und Jahrgang 2026, abgerufen am 09.09.2026: openimmo.de
- OpenImmo e.V., englische Fassung mit den Feldgruppen und dem Feedback-Anhang, abgerufen am 09.09.2026: openimmo.org
- Google Search Central, SEO Office Hours Dezember 2023, Antwort von John Mueller zu iFrames, abgerufen am 09.09.2026: developers.google.com
- Google Search Central, Robots-Meta-Tag-Referenz, Regeln noindex und indexifembedded, abgerufen am 09.09.2026: developers.google.com
- Google Search Central, Sitemaps erstellen und einreichen, abgerufen am 09.09.2026: developers.google.com
- § 87 GModG, Pflichtangaben in einer Immobilienanzeige, abgerufen am 09.09.2026: gesetze-im-internet.de
- Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 148 vom 29.04.2026, Arbeitskosten je geleistete Stunde 2025: destatis.de
- AGD Allianz Deutscher Designer, Honoraruntergrenzen bei öffentlichen Aufträgen, Beitrag vom 28.03.2024: agd.de
- immonex, Handbuch zum OpenImmo-Abgleich, Teil- und Vollabgleich, abgerufen am 09.09.2026: docs.immonex.de
- immonex, Beitrag zur Laufzeit von OpenImmo-Importen, abgerufen am 09.09.2026: immonex.dev
- onOffice, Immobiliensoftware, Angaben zur Einbindung per API, FTP oder Iframe, abgerufen am 09.09.2026: onoffice.com
- onOffice, API-Dokumentation, „The API module is subject to a charge.", abgerufen am 09.09.2026: apidoc.onoffice.de
- Propstack, Dokumentation zur eigenen Webseite, OpenImmo und API, abgerufen am 09.09.2026: docs.propstack.de
- FLOWFACT, Impressum mit Angabe der Propstack GmbH, abgerufen am 09.09.2026: flowfact.de
- Justimmo, API-Dokumentation, HTTP-Auth und Export-Einstellungen, abgerufen am 09.09.2026: api-docs.justimmo.at
- Justimmo, OpenImmo Feedback XML, abgerufen am 09.09.2026: api-docs.justimmo.at
- ilogu, Responsive Homepage CMS, Angabe zum Immobilien-iFrame, abgerufen am 09.09.2026: ilogu.de
Letzte Aktualisierung: September 2026

Sven Huchel
Geschäftsführer & Creative Director
Seit 2005 entwickelt Sven Websites, Brandings und digitale Strategien für Unternehmen im deutschsprachigen Raum. TÜV-zertifiziert für Verkaufspsychologie. Spezialisiert auf verkaufspsychologisch optimierte Websites für Ärzte, Anwälte und Unternehmer.



