E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Das ist Googles Maßstab für vertrauenswürdige Inhalte.
Was bedeutet E-E-A-T?
E-E-A-T ist eine Abkürzung für vier Kriterien, nach denen Google die Qualität von Webinhalten bewertet:
- Experience (Erfahrung): Hat der Autor praktische Erfahrung mit dem Thema?
- Expertise (Fachkompetenz): Hat der Autor fundiertes Wissen?
- Authoritativeness (Autorität): Ist die Website oder der Autor als Autorität in diesem Bereich anerkannt?
- Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit): Ist der Inhalt verlässlich und die Website sicher?
Diese Kriterien stammen aus Googles Search Quality Rater Guidelines. Mit diesem Dokument bewerten menschliche Prüfer die Qualität von Suchergebnissen. E-E-A-T ist kein einzelner Ranking-Faktor. Es ist ein übergreifendes Qualitätsprinzip, das in viele Signale des Algorithmus einfließt.
Warum E-E-A-T für Arztpraxen besonders wichtig ist
Google unterscheidet zwischen alltäglichen Themen und YMYL-Themen ("Your Money or Your Life"). Medizinische Inhalte fallen direkt in diese Kategorie. An Gesundheitsinformationen im Internet legt Google deshalb besonders strenge Maßstäbe an. Eine Praxis-Website, die medizinische Leistungen beschreibt oder Gesundheitstipps gibt, prüft Google genauer auf E-E-A-T als etwa einen Kochblog.
Zeigt Deine Website nicht klar, dass die Inhalte von einem qualifizierten Arzt stammen, bewertet Google sie bei medizinischen Suchanfragen schlechter. Das gilt auch dann, wenn die Texte gut geschrieben sind.
Wie Du E-E-A-T auf Deiner Praxis-Website zeigst
Arztprofil mit Qualifikationen: Lege für jeden Arzt in Deiner Praxis eine ausführliche Seite an. Nenne Facharzttitel, Zusatzqualifikationen, Mitgliedschaften in Fachgesellschaften und Berufserfahrung. Verlinke wenn möglich auf externe Quellen wie die Ärztekammer oder Fachgesellschaften.
Autorenkennzeichnung bei Inhalten: Führst Du einen Praxisblog oder veröffentlichst Patienteninformationen, kennzeichne jeden Beitrag mit Name und Qualifikation des Autors. "Dr. med. Anna Müller, Fachärztin für Dermatologie" wirkt auf Google und Patienten vertrauenswürdiger als ein anonymer Text.
Bewertungen und Reputation: Positive Bewertungen auf Arztbewertungsportalen und im Google Unternehmensprofil stärken Deine Autorität. Google wertet externe Signale aus, um die Vertrauenswürdigkeit einer Website einzuschätzen.
Strukturierte Daten: Mit Schema Markup teilst Du Google maschinenlesbar mit, dass Deine Website zu einer medizinischen Einrichtung gehört und von approbierten Ärzten betrieben wird. So ordnet der Algorithmus Deine Seite richtig ein.
Transparenz und Impressum: Ein vollständiges Impressum, klare Kontaktmöglichkeiten und eine Datenschutzerklärung schaffen Vertrauen. Bei YMYL-Websites erwartet Google, dass klar erkennbar ist, wer hinter den Inhalten steht.
E-E-A-T ist keine Checkliste, sondern ein Prinzip
Viele Praxen fragen sich, ob es einen "E-E-A-T-Score" gibt, den man verbessern kann. Den gibt es nicht. E-E-A-T ist ein qualitatives Konzept. Deine gesamte Präsenz im Netz soll ein stimmiges Bild von Fachkompetenz und Vertrauenswürdigkeit ergeben. Dazu zählen Website, Bewertungen und externe Erwähnungen.
Wie Du E-E-A-T mit Local SEO und technischer Optimierung zu einer funktionierenden SEO-Strategie verbindest, erklären wir in unserem Beitrag SEO für Ärzte. Bringt Deine Website trotz guter Inhalte keine Patienten, können fehlende E-E-A-T-Signale ein Grund sein. Mehr dazu in Praxis-Website bringt keine Patienten.
Fazit
Bei medizinischen Websites legt Google besonders strenge E-E-A-T-Maßstäbe an. Ohne klare Signale für Fachkompetenz und Vertrauenswürdigkeit ranken Deine Inhalte bei Gesundheitsthemen schlecht. Zeig auf Deiner Praxis-Website offen, wer Du bist und welche Qualifikationen Du mitbringst. Lass Patientenbewertungen für Dich sprechen.
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