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Was ist ein Redirect?

Ein Redirect (deutsch: Weiterleitung) sorgt dafür, dass Besucher und Suchmaschinen automatisch von einer URL zu einer anderen URL geführt werden. Wenn jemand www.praxis.de/alte-seite aufruft und dort ein Redirect eingerichtet ist, landet er ohne eigenes Zutun auf www.praxis.de/neue-seite.

Die Weiterleitung passiert serverseitig, bevor die Seite geladen wird. Der Besucher merkt in den meisten Fällen nichts davon — er sieht direkt die Zielseite.

Die wichtigsten Redirect-Typen

301-Redirect (permanent): Die häufigste und wichtigste Weiterleitung. Sie teilt Google mit, dass eine Seite dauerhaft umgezogen ist. Google überträgt die Ranking-Signale — Backlinks, Klickdaten, Seitenautorität — von der alten auf die neue URL. Genau das wollen Sie bei einem Website-Relaunch.

302-Redirect (temporär): Signalisiert Google, dass die Weiterleitung vorübergehend ist. Google behält die alte URL im Index und überträgt keine Ranking-Signale. Sinnvoll nur bei tatsächlich temporären Umleitungen, etwa wenn eine Seite kurzzeitig wegen Wartung nicht verfügbar ist.

307- und 308-Redirects: Technisch präzisere Varianten von 302 und 301, die die HTTP-Methode beibehalten. In der Praxis für die meisten Praxis-Websites nicht relevant.

Wann braucht eine Arztpraxis Redirects?

Website-Relaunch: Der häufigste Anlass. Wenn die neue Website andere URLs hat als die alte, müssen alle alten URLs per 301-Redirect auf die entsprechenden neuen Seiten weiterleiten. Ohne Redirects verlieren Sie alle Rankings und Backlinks, die die alte Website aufgebaut hat.

Gelöschte Seiten: Wenn eine Leistungsseite wegfällt — etwa weil ein Behandlungsangebot eingestellt wird — sollte die URL auf eine verwandte Seite weiterleiten, nicht auf eine 404-Fehlerseite.

Domain-Wechsel: Wenn Ihre Praxis eine neue Domain bekommt, müssen alle URLs der alten Domain per 301-Redirect auf die neue Domain verweisen.

URL-Bereinigung: Wenn Sie die URL-Struktur Ihrer Website verbessern, sichern Redirects den Übergang ab. Von /seite.php?id=23 zu /leistungen/prophylaxe — der Redirect sorgt dafür, dass bestehende Links und Lesezeichen weiterhin funktionieren.

Typische Fehler bei Redirects

Alle alten URLs pauschal auf die Startseite weiterleiten, statt auf die inhaltlich passende Seite — das verschenkt Ranking-Potenzial und verwirrt Besucher. Ebenso problematisch: Redirect-Ketten, bei denen eine URL auf eine zweite weiterleitet, die auf eine dritte weiterleitet. Google folgt Ketten nur begrenzt.

Ob Ihre Redirects korrekt funktionieren, lässt sich über die Indexierung in der Google Search Console prüfen. Korrekte Weiterleitungen gehören zu den Grundlagen, die bei einem Website-Relaunch über den Erhalt Ihrer Sichtbarkeit entscheiden. Mehr dazu im Beitrag SEO für Ärzte.

Fazit

Korrekte 301-Redirects sind bei jedem Website-Relaunch und jeder URL-Änderung unverzichtbar, um bestehende Google-Rankings und Backlinks nicht zu verlieren. Leiten Sie jede alte URL auf die inhaltlich passende neue Seite weiter — nicht pauschal auf die Startseite — und vermeiden Sie Redirect-Ketten, um Ihre Sichtbarkeit zu erhalten.


Über den Autor

Sven Huchel

Sven Huchel

Geschäftsführer & Creative Director

Seit 2005 entwickelt Sven Websites, Brandings und digitale Strategien für Unternehmen im deutschsprachigen Raum. TÜV-zertifiziert für Verkaufspsychologie. Spezialisiert auf verkaufspsychologisch optimierte Websites für Ärzte, Anwälte und Unternehmer.

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